Deutscher Gewerkschaftsbund

11.03.2014

Newsletter März 2014

DGB Hamburg

DGB Hamburg

Liebe Kolleginnen, Kollegen und Interessierte,

sicher haben es viele schon gesehen: Anfang März hat der DGB Hamburg Werbespots im Fahrgastfernsehen der Busse und U-Bahnen geschaltet. „Du hast es in der Hand! Deine Stimme – Betriebsratswahlen“ heißt es auch auf den zahlreichen Großplakaten, die im März und April in der Stadt hängen und die Hamburger Beschäftigten zur Stimmabgabe auffordern.

Übrigens können sich Betriebsratsmitglieder noch bis zum 30. April auf den „Deutschen Betriebsräte-Preis 2014“ bewerben. Gesucht werden Initiativen, die dazu beigetragen haben, Arbeitsbedingungen zu verbessern, Arbeitsplätze zu schaffen oder zu sichern. Infos und Bewerbungsunterlagen unter www.dbrp.de. Gerne weitersagen!

***Was wird***

Demo in Brüssel
Die Europawahl steht vor der Tür. Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) ruft deshalb wenige Tage vor der letzten Sitzung des Parlaments in Brüssel zu einer Demonstration für einen Kurswechsel in Europa auf: Auch der DGB ist am 4. April 2014 in Brüssel dabei. „Ein neuer Weg für Europa: Investieren statt Kaputtsparen“ – so lautet das Motto. Mehr Informationen dazu unter https://hamburg.dgb.de/
Allgemeine Informationen zur Europawahl 2014 hat die DGB Region Berlin zusammengestellt: https://berlin.dgb.de/extra/europawahl-2014

Veranstaltungsreihe „Untragbar!“ im Museum der Arbeit
Brände und Einsturzkatastrophen in Kleiderfabriken in Bangladesch, harte Kämpfe um Mindestlöhne in Thailand und Kambodscha haben deutlich gemacht: die Arbeitsbedingungen in den Ländern, in denen unsere Kleidung hergestellt wird, sind untragbar. Welchen Einfluss können Gewerkschaften, Verbraucher und Verbraucherinnen, Regierungsstellen, Nicht-Regierungsorganisationen und internationale Organisationen auf die Produktionsbedingungen unserer Kleidung ausüben? Mit Filmen, Diskussionen und Modenschauen thematisiert das Museum der Arbeit ab dem 9. März die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Die Veranstaltungsreihe „Untragbar!“ läuft bis zum 5. April. Zum Abschluss diskutiert die DGB-Vorsitzende Katja Karger mit anderen Experten und Expertinnen über die Frage, wer die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie beeinflussen kann. Mehr Informationen dazu unter http://www.museum-der-arbeit.de/de/veranstaltungen/veranstaltungsreihe-untragbar.htm#.Uu_Hwvl5NyU

***Was ist***

Equal Pay Day
Mit 22 Prozent Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern gehört Deutschland zu den EU-Staaten, in denen die Entgeltdifferenz besonders groß ist. Der DGB-Hamburg protestiert dagegen am 21. März, dem diesjährigen Equal Pay Day, und zeigt bei einer Aktion um 13 Uhr auf der Reesendammbrücke wie hoch der Unterschied beim Verdienst ist – und was dagegen zu tun ist! Die Vorsitzende des DGB Hamburg, Katja Karger, ist auch dabei und stellt unsere DGB-Forderungen vor. Kommt vorbei!

Klub-Eröffnung
Seminarräume mit Flipcharts habe der Besenbinderhof viele. Was aber fehle, sei ein Ort für größere Feiern und Veranstaltungen mit Theke und professioneller Musik- und Lichtanlage, sagt Horst Hopmann, Geschäftsführer des Arbeit und Leben Bildungswerks. Gemeinsam mit Wolfgang Rose vom Kulturverein Be60 und der Vorsitzenden des DGB Hamburg, Katja Karger, eröffnet er den neuen "Klub" am 19. März. Es werde ein regelmäßiges Programm für verschiedene Altersgruppen mit politischem Kabarett, Lesungen und Musik von Rock bis Klassik geben, so Hopmann. Im neuen "Klub" wolle man eine alte Tradition wieder aufleben lassen, denn um 1900 bot die Gewerkschaft viele Kulturveranstaltungen an; am Besenbinderhof gab es Tanzveranstaltungen, ein Theater und eine Bibliothek. Auf der Eröffnungsfeier liest die Autorin Petra Oelker und Abi Wallenstein spielt den Blues. Mittwoch, 19. März 2014, ab 17:30 Uhr. Klub - Bildung & Kultur am Besenbinderhof 62. Zur Feier des Tages ist der Eintritt frei!
Betreiber des "Klubs" ist die Arbeit und Leben Hamburg Bildungswerk GmbH. Die Räume können für Veranstaltungen gemietet werden: Telefon: 040/284016-28, E-Mail: bildungswerk@hamburg.arbeitundleben.de

Mindestlohn ohne Ausnahmen
Der DGB erhöht den Druck für einen Mindestlohn ohne Ausnahmen, denn Anfang April berät das Kabinett über den Gesetzentwurf der Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). „Würde kennt keine Ausnahmen“, so lautet der Kampagnenslogan des DGB und protestiert gegen die Vorstöße von Arbeitgebern und Teilen der Union, die geplante Mindestlohnregelung mit Ausnahmen zu durchlöchern. Sonderregelungen für Rentner oder junge Leute lehnt der DGB entschieden ab, ebenso für Minijobber und Saisonarbeiter. Außerdem muss der Mindestlohn so steigen wie die Tariflöhne des Vorjahres. Der DGB möchte auch eine Hotline einführen, bei der Verstöße gemeldet werden können. Weitere Infos: https://www.mindestlohn.de

 ***Was war***

Betriebsratswahlen
Den Chef nicht allein lassen: Bei den bundesweiten Betriebsratswahlen von März bis Mai entscheiden sich auch die Hamburger Beschäftigten für ihre Interessenvertretungen - sei es im Hafen, in der Kita oder im Call Center. Gut die Hälfte der rund 870.000 Hamburger sozialversicherten Arbeitnehmer arbeitet in einem Betrieb mit einem Betriebsrat. Der DGB Hamburg hat am 27. Februar Faltblätter am Hauptbahnhof verteilt, um über die Betriebsratswahlen 2014 zu informieren und für die Stimmenabgabe zu werben. Fotos von der Aktion sind auf DGB-Hamburg-Facebook zu sehen.

Internationaler Frauentag
Anlässlich des 8. März, des Internationalen Frauentags sagte Katja Karger, Vorsitzende des DGB Hamburg: „Ich finde es unfassbar, dass wir über 100 Jahre nach der Einführung des Weltfrauentags immer noch die mangelnde Gleichberechtigung anprangern müssen“. Ausgerechnet die Jobs von Frauen seien häufig extrem belastend: Arbeitsverdichtung, Minijobs, Schichtdienste, unbezahlte Überstunden, Doppelbelastung und eine schlechte Bezahlung sind keine Seltenheit. Das betrifft ganz besonders die Gesundheits- und Erziehungsberufe, die immer noch als „weibliche Berufe“ gelten. „Die Arbeitsbedingungen für Frauen müssen dringend verbessert werden, statt den Fachkräftemangel zu bejammern“, so Karger. Frauen sind hervorragend ausgebildet und beruflich engagiert – würden ihre Arbeitsbedingungen verbessert, gäbe es keinen Fachkräftemangel.
Mit Filmen, Gesang, Imbiss und Diskussion feierte das Hamburger Frauenbündnis und der DGB Hamburg am 8. März im Dorothee Sölle Haus. Es war ein schöner Abend!

***Was zum Schluss***

Zumindest im Besenbinderhof hängen bereits die ersten Plakate: Der 1. Mai ruft!
Die Demo-Route wird kurz und knackig, das Maifest „Arbeiten in Europa“ bunt und international. Der DGB Hamburg freut sich schon sehr und feilt eifrig am Programm. Details gibt es demnächst!

Der nächste Newsletter erscheint Anfang April.
Bis dahin verbleibt mit besten Grüßen
Das Team vom DGB Hamburg

Impressum:

DGB-Hamburg
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg

V.i.S.d.P.: Katja Karger
eMail: hamburg@dgb.de


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