Deutscher Gewerkschaftsbund

03.09.2015

Newsletter September 2015

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21 Kriege und 424 Krisenherde zählen wir aktuell weltweit. Heute sind so viele Menschen weltweit auf der Flucht wie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Sie sind auf der Flucht vor politischen, ethnischen und religiösen Konflikten. Vor Krieg und Bürgerkrieg. Vor Armut und Ausbeutung. Nicht nur die deutsche Geschichte verpflichtet uns zu entschiedenem Widerstand gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit, sondern vor allem unsere Menschlichkeit (Auszug aus der Rede von Katja Karger zum Antikriegstag 2015)

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Was wird
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Ein verabscheuungswürdiger Mob aus Nazis und Hooligans will am 12. September in Hamburg demonstrieren. Dagegen machen wir mobil, denn wir stehen für Demokratie, Toleranz, Vielfalt, Zivilcourage und einen respektvollen Umgang miteinander. Deswegen beteiligt euch an den Gegenprotesten. Wir versammeln uns am 12.9. um 10 Uhr am Hauptbahnhof. Unser Aufruf und aktuelle Infos unter: https://hamburg.dgb.de/-/DJD. Wer sich vorher noch vertiefend zum Thema informieren will, kann sich an das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus wenden. Das Team bietet 4- bzw. 2-stündige, kostenlose Seminare zum sogenannten "Tag der deutschen Patrioten" der (extremen) Rechten an und wendet sich damit an MultiplikatorInnen aus Jugendeinrichtungen, Jugendverbänden, Schulen und Institutionen der Weiterbildung, Stadtteileinrichtungen sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Kontakt über: http://hamburg.arbeitundleben.de/pb/mbt


Die IG Metall startet in diesem Monat eine groß angelegte bundesweite Kampagne gegen den Missbrauch von Werkverträgen. Auch wir machen Druck, damit dem Lohndumping und der Verdrängung von Stammarbeitsplätzen Einhalt geboten wird. Mit einem Parlamentarischen Frühstück zum Thema informieren wir Politiker/innen aus Hamburg Mitte diesen Monats. Eine aktuelle DGB-Broschüre, sowie einen Flyer gibt es bei uns kostenlos im Gewerkschaftshaus. Online-Material der IG Metall zum Thema: http://www.fokus-werkvertraege.de/material

Kommt mit! Wir wollen mit möglichst vielen Kolleg/innen zur Großdemo für gerechten Welthandel und gegen TTIP, CETA & TiSA nach Berlin fahren. Unsere Busse für Gewerkschaftsmitglieder starten am 10.10. um 06:15 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus, am Busbahnhof in Bergedorf, sowie am Bahnhof Harburg. Bitte meldet euch bei eurer Gewerkschaft in Hamburg dafür an. Alle Infos: https://hamburg.dgb.de/-/DsP


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Was ist
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Zusammen mit den Sozialverbänden SoVD und VdK haben wir uns über unhaltbare Wartezeiten beim Sozialgericht beklagt und vor Stellenabbau gewarnt. Die Zustände dort gingen zu Lasten der bedürftigen Bürger und Bürgerinnen, es bestehe akuter Handlungsbedarf, heißt es in unserer Pressemitteilung zum Thema. Das Personal müsse aufgestockt und die Bearbeitungszeiten merklich verkürzt werden. Inzwischen hat Rot-Grün eingelenkt und will drei zusätzliche Richterstellen, sowie fünf Posten für Verstärkungsrichter schaffen. Unsere Pressemitteilung: https://hamburg.dgb.de/-/DDN


Wir alle sind gefragt, eine Willkommenskultur für Flüchtlinge zu schaffen. Jeder kann etwas tun – auch am eigenen Arbeitsplatz. Beispiele gibt es genug, auch unter uns Gewerkschaftern, zum Beispiel Sammelaktionen in einzelnen Firmen. Im Krankenhaus Harburg sind Flüchtlinge untergekommen und wurden von den Kolleg/innen dort herzlich aufgenommen. Die DGB-Jugend ist mit ihren Fahrzeugen unterwegs, um Hilfsgüter von A nach B zu transportieren. Canan Yildirim von Arbeit und Leben hat einen Sprachkurs organisiert und sucht jetzt einen Raum im Gewerkschaftshaus. Wer helfen kann, mailt an: Canan.yildirim@hamburg.arbeitundleben.de. Kennt ihr weitere Projekte, Initiativen von Gewerkschafter/innen, Betriebs- und Personalräten die sich zum Nachahmen eignen? Schreibt an felix.hoffmann@dgb.de.

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Was war
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Die Hamburger Gewerkschaften sind in St. Georg zuhause, denn hier steht das Gewerkschaftshaus. In einem Beitrag für die „Blätter aus St. Georg“ - ein Stadtteilblatt des Bürgervereins – hat Katja Karger über die Gewerkschaften und den Stadtteil geschrieben: „Arbeit und St. Georg - das gehört eng zusammen, auch wenn man es zwischen Langer Reihe und Steindamm vielleicht oft nicht merkt.“ Der ganze Beitrag: https://hamburg.dgb.de/-/DuIist

Der Hamburger Senat hat den in allen städtischen Unternehmen gültigen Mindestlohn auf 8,67 Euro brutto pro Stunde erhöht. Der Kommentar von Katja Karger dazu: „Es ist gut, dass der Hamburger Mindestlohn jetzt erhöht wurde. Aber es ist enttäuschend, dass das Niveau nicht höher gelegt worden ist. Nachbarländer wie Bremen oder Schleswig-Holstein sind da weiter.“ Unsere Pressemitteilung: https://hamburg.dgb.de/-/Drg

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Was machen die anderen
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*ver.di: Hände weg von der Zusatzversorgung - Anerkennung und Wertschätzung für die Beschäftigten der FHH

*IG Metall: Initiative #IGMetallhilft

*GEW: Senat beschließt Besoldungserhöhung - Kröte gut versteckt

*IG BCE: Sika-Belegschaft fürchtet Folgen eines Verkaufs an französischen Baukonzern

*IG BAU: Die untere Lohngrenze gilt für Alle!

*GdP: Überziehwesten - auch für die Polizei Hamburg!?

*NGG: Regionale "Geschmacksproben" gesucht

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Was zum Schluss
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Die „heute Show“ zum Thema Arbeitszeit: „Die deutschen Arbeitgeber fordern die Abschaffung des 8-Stunden-Tages. Sie hätten lieber ein Modell flexibler Arbeitszeiten, so wie es die Pharaonen beim Pyramidenbau handhabten.“

Weitere Informationen und Termine des DGB Hamburg: www.hamburg.dgb.de


Der nächste Newsletter erscheint Anfang Oktober.

Bis dahin verbleibt mit besten Grüßen
Das Team vom DGB Hamburg


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