Deutscher Gewerkschaftsbund

Erinnern an Helma Steinbach (1847 - 1918)

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Am 7. Juli 1918 starb 71jährig Helma Steinbach nach einem Leben für die Arbeiterbewegung. Sie war eine der markantesten Frauen, die die Hamburger Arbeiterbewegung hervorgebracht hat. Ihr hundertster Todestag gibt Anlass zur Erinnerung.


Mit nahezu unerschöpflicher Energie hat sie sich um die gewerkschaftliche Organisation der Frauen bemüht. Sie hat die Plätterinnen organisiert, eine besonders geschun-dene Gruppe unter den arbeitenden Frauen. Sie hat auf dem ersten Gewerkschafts-kongress nach dem Sozialistengesetz eine Resolution eingebracht, die die Gewerk-schaften verpflichtete, auch die Frauen in ihrem Berufszweig aufzunehmen. Als mitrei-ßende Rednerin war sie als Agitatorin für verschiedene Gewerkschaften und für die Sozialdemokratie tätig, vielfach auf dem Land in Schleswig-Holstein, aber auch im ganzen Reich, bis hin nach Elsass-Lothringen.


Mit der Gründung des Konsum-, Bau- und Sparvereins „Produktion“ 1899 wurde sie Mitglied in dessen Aufsichtsrat, dem sie bis zu ihrem Tode angehörte. Sie war eine unermüdliche Werberin für die Genossenschaftsidee, der sie die Kraft zutraute, das Proletariat aus den Fesseln des Kapitals zu befreien.


Sie war der Kunst verpflichtet. Berichtet wird über Rezitationsabende, an denen sie ganze Theaterstücke vortrug mit bis zu 1.000 Zuhörern. Sie war Mitbegründerin der Hamburger Freien Volksbühne und gehörte deren Vorstand an.

 

Referent/ -innen:

Berthold Bose, Landesbezirksleiter ver.di Hamburg, “Helma Steinbach als Vorbild für unsere Gewerkschaftsarbeit“
Kerstin Haake, Lesung aus der neu erschienenen Steinbach-Biografie „Frau Helma Steinbach geht voran…“
Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, „Die Aktualität des Kampfes um die Rechte der Frauen“
Dr. Burchard Bösche, „Bilder und Texte aus dem Leben von Helma Steinbach“


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