Deutscher Gewerkschaftsbund

27.04.2018

Hamburger Maiplakat: "Wert Arbeit Kapital"

Das ist ein ganz besonderes Stück: Dieses Jahr haben wir zum 1. Mai ein eigenes Hamburg-Plakat entwerfen lassen. Es kommt von Ina Jessen, die dafür insgesamt rund 40 Stunden in Zeichnung und Produktion investiert hat. 

Das Bild mit seinen drei Worten „Wert Arbeit Kapital“ lehnt sich thematisch an den 200. Geburtstag von Karl Marx in diesem Jahr an und passt damit ideal zum Ort unserer Abschlusskundgebung am 1. Mai: Dem Bert-Kaempfert-Platz am Museum der Arbeit. Dort ist noch bis zum 5. Mai die Ausstellung „Das Kapital“ über das bedeutende Werk von Karl Marx zu sehen.

Aber nicht nur das: Das Plakat wurde im Obergeschoss des Museums der Arbeit angefertigt, auf einer historischen Buchdruckmaschine, die 65 Jahre alt ist. Sie nennt sich „Heidelberg Cylinder“ und wurde als „Volkswagen der Druckereien“ bezeichnet. Das erzählt Walter Fischer, der mit Ina das Plakat vor Ort gedruckt hat und seit 1961 Buchdrucker ist.

 

 

Ein aufwändiges Verfahren: Als Vorlage diente ein Linolschnitt. Für diesen übertrug Ina Jessen zunächst ihre Zeichnung auf Transparentpapier und mit Blaupause auf das Linoleum. Dann schnitt sie das Linoleum zu, um so die Vorlage für den Druck zu erstellen. Die Schrift ist in historischen Holzlettern gesetzt, die zum Bestand des Museums der Arbeit zählen.

Für den Druck selbst mussten Farbe und Papier in der Maschine optimal eingestellt werden, damit das Plakat auch so aussieht wie es soll. Dafür sind schon einige Probedrucke und einige Stunden Zeit nötig. Das Ergebnis aber ist all den Aufwand wert: Ein Plakat zum Tag der Arbeit über die Arbeit und in echter, alter Handwerksarbeit hergestellt.

Wer jetzt Lust auf ein eigenes Exemplar bekommen hat, kann dieses am 1. Mai auf dem Bert-Kaempfert-Platz gewinnen. Lose gibt es während der Kundgebung am Stand der Freunde des Museums der Arbeit zu kaufen. Der Erlös geht zur Hälfte an die Freunde des Museums der Arbeit und zur anderen Hälfte an den Verein Gelbe Hand, der sich gegen Rassismus und Rechtsextremismus einsetzt.

Mehr Infos:

https://www.freunde-museum-der-arbeit.de/

https://www.gelbehand.de/home/


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