Deutscher Gewerkschaftsbund

24.02.2015
Einladung zu Film und Diskussion am 19. März

Equal Pay Day: Ungleichbehandlung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt bekämpfen

Equal Pay Day 2015

Equal Pay Day 2015 DGB


Zum Equal Pay Day 2015 unsere Pressemitteilung:

Zum Equal Pay Day am 20. März 2015 hat Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger dazu aufgerufen, die Ungleichbehandlung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt entschieden zu bekämpfen: „Frauen verdienen in Hamburg rund ein Viertel weniger als ihre vergleichbaren männlichen Kollegen. Das ist mehr als im Bundesschnitt, wo es 22 Prozent sind. Der Hamburger Senat muss deswegen beim Kampf gegen dieses Missverhältnis deutlich voran gehen.“

Die Initiative von Bundesfamilienministerin Schwesig für ein Gesetz zur Entgeltgleichheit von Männern und Frauen begrüßte Karger als einen Schritt in die richtige Richtung: „Unternehmen müssen dazu verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis zu überprüfen und geschlechtergerecht zu gestalten. Über Geld spricht man nicht – das war einmal.“

Verankerung von Frauenförderung muss ins Vergabegesetz

Den künftigen Senat forderte sie auf, die Initiative von Schwesig für ein Entgeltgleichheitsgesetz zu unterstützen, z. B. durch eine Verankerung von Frauenförderung im Vergabegesetz, oder die Einführung von Messinstrumenten zur Entgeltgleichheit, um Ungerechtigkeiten besser sichtbar zu machen.

Da das Entgeltgleichheitsgesetz nur ein Baustein zur Beseitigung ungleicher Bezahlung ist, fordert der DGB weitere Maßnahmen:
- Ein Beratungsangebot für Beschäftigte und Betriebe müsse aufgebaut werden, um für die Folgen von prekären Arbeitsverhältnissen speziell Frauen zu sensibilisieren. „Joboption Berlin – warum Minijob? Mach mehr draus“ sei ein gutes Vorbild. So ein Projekt könne im Rahmen des Fachkräftenetzwerkes angestoßen werden.
- Mitarbeiter/innen in Jobcentern und der Agentur für Arbeit müssen geschult werden, um geschlechterstereotypische Arbeitsvermittlung zu verhindern.
- Es braucht einen Rechtsanspruch auf Rückkehr aus Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung, damit Frauen nach einer familienbedingten Reduzierung ihre Arbeitszeit wieder aufstocken können.
- alle Arbeitsverhältnisse sozial absichern, um alle Arbeitnehmer/innen bei der Durchsetzung ihres Anspruches auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall u.v.a.m. zu unterstützen.

 
Einladung zur Veranstaltung:

19.März, ab 18 Uhr im KLUB, Gewerkschaftshaus

Mit Birgit Pitsch, Referatsleiterin für Frauen und Gleichstellung bei der NGG Hauptverwaltung wollen wir diskutieren, warum Frauen noch immer durchschnittlich 22% weniger Entgelt als Männer bekommen.

In kaum einem anderen EU-Land ist die Entgeltlücke so groß wie in Deutschland, obwohl Frauen genauso viel und genauso gut arbeiten wie ihre männlichen Kollegen. Warum fordern wir so vehement ein Entgeltgleichheitsgesetz? Was müssen Gewerkschaften zu einer Verbesserung beitragen? Birgit wird mit aktuellen Informationen und unseren Forderungen aus dem Bundesfrauenausschuss zu uns kommen.

Anschließend sehen wir gemeinsam den Film „We want sex“, der uns mit entwaffnendem Witz die unglaubliche Geschichte der Näherinnen aus der Ford – Fabrik in England erzählt, die in den Streik treten mit der Forderung: gleicher Lohn für gleiche Arbeit. in Kooperation mit dem Landesfrauenrat Hamburg.

Unter diesem Link gibt es den Trailer zum Film zu sehen.


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