Deutscher Gewerkschaftsbund

07.11.2017

DGB Harburg - Neue Zeiten, altes Motto: „Flagge zeigen im Stadtteil“

Team Harburg

Team Harburg DGB HH

Nachdem Detlef Baade und Manfred Meyer die Vorstandsarbeit des DGB Harburg jahrelang gestalteten,  findet dort nun  ein neues Team zueinander.

Es passiert einiges in Harburg. So wurden in den vergangenen Jahren der 1. Mai und die Neujahrsempfänge erfolgreich organisiert. Es gab eine Aktion zum Thema Mindestlohn und zusammen mit der IG BCE die Enthüllung des Denkmals ermordeter Gewerkschafter/-innen am Herbert-Wehner-Platz. Darüber hinaus koordinierten und engagierten sich die Kolleg/-innen im Service-Büro am Schlossmühlendamm. Leider war die Schließung des Büros nötig, da die Anfragen stark rückläufig waren bei gleichzeitig hohen Kosten für das Büro.

Susanne Labusch als neue Aktive und Wolfgang Brandt als langjährig Aktiver berichten im Interview über ihr Engagement in Harburg.

Was sind für den DGB Harburg die derzeit größten Herausforderungen?

W.B.: Die interne Organisation und Kontinuität, das heißt, wir brauchen einen größeren Kreis aktiver Kolleginnen und Kollegen, die inhaltlich und organisatorisch mitmischen und auch mal die Verantwortung für eine Veranstaltung übernehmen.

S.L.: Wir müssen Präsenz zeigen. Vor allem, weil wir kein Service-Büro mehr haben, das als Anlaufstelle dient. Aber vielleicht werden wir ohne Büro auch präsenter, weil wir selbst auf die Öffentlichkeit zugehen müssen.

Worauf lag euer Schwerpunkt in den letzten Monaten?

W.B.: Es gab eine Debatte um den 1. Mai. Wir hatten uns in diesem Jahr dagegen entschieden, ihn mit Demonstration und Kundgebung in Harburg durchzuführen. Stattdessen haben wir eine Barkassenfahrt zur zentralen 1. Mai-Kundgebung auf dem Fischmarkt gemacht, die von vielen Teilnehmenden sehr positiv empfunden wurde.

S.L.: Außerdem haben wir zusammen mit dem SoVD im Rahmen der DGB-Rentenkampagne eine Veranstaltung zum Thema „Rente“ durchgeführt und in Zusammenarbeit mit dem Kirchlichen Dienst der Arbeitswelt die Ausstellung der Hans-Böckler-Stiftung „Vom Wert der Mitbestimmung“ in der Harburger Bücherhalle gezeigt. Umrahmt wurde sie von fünf Veranstaltungen.

Warum engagiert ihr euch für die Gewerkschaften und den DGB?

S.L.: Wir Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sind die ehrenamtlichen Lobbyisten für die, die sich keine Lobby leisten können. Aber das ist vielen gar nicht mehr bewusst: Es wird weder in den Schulen noch in der Öffentlichkeit vermittelt, welch wichtige Funktion Gewerkschaften gerade in dieser Zeit der Globalisierung haben.

Was ist euer Motto für die nächsten Monate?

S.L.: Nicht aufgeben! Weitermachen! Flagge zeigen!

 

Wir bedanken uns bei allen Kolleg/-innen für das jahrelange gewerkschaftliche Engagement und begrüßen alle neuen Aktiven!

 

Im Juli 2017 verstarb Manfred Meyer überraschend nach kurzer Krankheit. Unser Mitgefühl ist bei seinen Angehörigen und Freunden. Wir werden ihn vermissen.


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Kontakt

Ansprechpartner:

Christian Kröncke, DGB Hamburg

Tel. 040 - 2858 246

Mail: christian.kroencke[at]dgb.de

 

Nächstes Treffen

15. November, 17.30 Uhr

in der Gaststätte Oktober

(Schlossmühlendamm 23)