Deutscher Gewerkschaftsbund

27.04.2023

8. Mai

Zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, an die Befreiung Deutschlands vom Faschismus und zur Mahnung an die Zukunft

Am 8. Mai erinnern wir uns an die Befreiung Europas von der Schreckensherrschaft der Nazis und die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung. Der Tag der Befreiung und der Befreiten soll uns als Auftrag dienen, weiterhin an der Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit zu arbeiten, wie es die befreiten Häftlinge von Buchenwald geschworen haben.

Wie jedes Jahr rufen wir Gewerkschaften aus diesem Anlass dazu auf, gemeinsam der Opfer zu gedenken und an den Widerstand zu erinnern.

Es ist nur wenige Tage her, dass wir dem 90. Jahrestag der Besetzung der Gewerkschaftshäuser am 2. Mai 1933 gedacht haben und uns mit dieser tiefen und schmerzhaften Zäsur der Hamburger Gewerkschaftsgeschichte auseinandergesetzt haben. Der 8. Mai 1945, der Tag der Befreiung jedoch, ist verbunden mit der Hoffnung und dem Neubeginn.

Wir wollen uns die Erinnerungen des Gewerkschafters Hellmut Kalbitzer an diesen Tag vergegenwärtigen: Die Nazis hatten ihn wegen seines Widerstands gegen den Nationalsozialismus, der „Vorbereitung zum Hochverrat“ für schuldig befunden und ihn zwei Jahre im Konzentrationslager Fuhlsbüttel inhaftiert. Nach der Befreiung 1945 beteiligte er sich bereits am 11. Mai 1945 an der Gründung der Sozialistischen Freien Gewerkschaft und später am Aufbau des DGB in Hamburg. Er erinnerte sich, dass 1945 tausende Arbeiter*innen zum Gewerkschaftshaus kamen, um Mitglied zu werden und über die Zukunft zu diskutieren. „Die Menschen waren hungrig und ausgemergelt, aber bereit, ihre Hoffnungen in die Gewerkschaft zu setzen.“

Und wir erinnern uns an Paul Bebert, einen Bauarbeiter und Gewerkschaftsfunktionär. Er war bereits 1911 in SPD und Gewerkschaft eingetreten, hatte in der NS-Zeit insgesamt 35 Monate im KZ überlebt - zuletzt war er überdies zur Zwangsarbeit verurteilt worden. Mit Hammer und Meißel schlug er am 14. September 1945 das Hakenkreuz über dem Eingang des Gewerkschaftshauses ab. Die Anwesenden sangen anschließend „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“, in dem eine Strophe lautet: „Hell aus dem dunklen Vergangnen leuchtet die Zukunft hervor.“

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften nehmen den 8. Mai zum Anlass sich der Hoffnungen der Befreiten anzunehmen und für eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung zu kämpfen.

Sie setzen an diesem Tag ein deutliches Zeichen gegen Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung jeglicher Art und fordern den 8. Mai zum Feiertag zu machen.

 

In Hamburg finden organisiert durch das Bündnis 8. Mai folgende Veranstaltungen statt:

Samstag, 6. Mai 2023

Demonstration: 13 Uhr, Curio-Haus (Rothenbaumchaussee 11)

Montag, 8. Mai 2023

Befreiungsfest: 16 Uhr, Gerhart-Hauptmann-Platz

 

Infos unter www.8-mai-hamburg.de


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