Deutscher Gewerkschaftsbund

30.01.2019
Veranstaltungs-Rückblick des AK Frieden

Wie berechtigt ist die Angst vor einem atomaren Krieg?

AK Frieden/DGB HH

AK Frieden/DGB HH Reinhard Schwandt

von Reinhard Schwandt/AK Frieden

Mit ca. 120 Teilnehmer/innen war die Veranstaltung mit Norman Paech am Montagabend, 28. Januar, sehr gut besucht und der Veranstaltungsraum fast überfüllt.

Norman Paech hat ausgeführt, welche weitreichenden Folgen eine Aufkündigung des INF-Vertrages durch die USA haben würden. Die zunehmende Konfrontation zwischen den USA und Russland und ein wieder denkbar werdender Einsatz atomarer Waffen rücken Europa wieder mitten ins Zentrum einer möglichen kriegerischen - und dann mit Atomwaffen geführten - Auseinandersetzung.

Norman Paech ging insbesondere auf den Atomwaffensperrvertrag ein, der bisher von 122 Staaten unterzeichnet wurde. Die atomwaffen-besitzenden Länder - und auch sämtliche NATO-Staaten - weigern sich bisher, diesen Vertrag zu unterzeichnen. Es ist dringend geboten, dass die NATO-Staaten - und voran die Bundesregierung - diesen Atomwaffensperrvertrag unterzeichnen. Nach einer Unterzeichnung und Ratifizierung wären u.a. die Lagerung von Atomwaffen in Deutschland und ein Einsatz von Atomwaffen mit deutscher Unterstützung verboten.

Marion Küpker hat sehr lebendig und anhand von Bildern von Aktionen die Vielzahl von Initiativen und Aktionen vorgestellt, die gegen die Lagerung von Atomwaffen in Büchel (in der Eifel) protestieren und ein Verbot von Atomwaffen fordern.

In der Diskussion wurde u.a. die Verbindung von der Friedensbewegung der 70er und 80er Jahre zu heute gezogen und darüber gesprochen, was wir tun können, um noch mehr Menschen für einen aktiven Einsatz gegen Atomwaffen und für den Frieden zu gewinnen.


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