Deutscher Gewerkschaftsbund

11.01.2019
Gastbeitrag

Was bringt das neue Teilhabechancengesetz?

Dirk Heyden, Geschäftsführer von Jobcenter team.arbeit.hamburg

Dirk Heyden, Geschäftsführer von Jobcenter team.arbeit.hamburg Jobcenter team.arbeit.hamburg

Von Dirk Heyden, Geschäftsführer von Jobcenter team.arbeit.hamburg.

Überall werden helfende Hände gesucht und mit neuen Fördermöglichkeiten kann das Jobcenter bei der Suche unterstützen.
Zum 1. Januar 2019 ist das sogenannte Teilhabechancengesetz in Kraft getreten. Es ermöglicht einen attraktiven Lohnkostenzuschuss, wenn Langzeitarbeitslose eine Chance in einem echten Betrieb erhalten.

Der Staat investiert in die Menschen, die bisher vom Jobboom nicht profitieren konnten: Entscheidet sich ein Arbeitgeber für einen Bewerber, der auf dem Papier vielleicht nicht die erste Wahl wäre, kann er dafür im ersten Jahr einen Lohnkostenzuschuss von 75 Prozent, im zweiten Jahr immerhin noch 50 Prozent erhalten. Darüber hinaus unterstützt ein beschäftigungsbegleitendes Coaching alle Beteiligten, das Arbeitsverhältnis zu stabilisieren.

„Unser Ziel ist es, Türen bei Arbeitgebern zu öffnen. Mit dieser Förderung erhalten arbeitslose Menschen, die es ohne Unterstützung schwer haben, überhaupt in den persönlichen Kontakt zum Unternehmen zu kommen, die Chance, in einem richtigen Arbeitsverhältnis ihre Potenziale zu entdecken, teilweise wiederzuentdecken, um diese dann gemeinsam zu entwickeln“ so Dirk Heyden, Geschäftsführer vom Hamburger Jobcenter.

Mindestens 200 neue Stellen im Jahr 2019

„Zum Lohnkostenzuschuss können wir zusätzlich ein begleitendes Coaching für die neuen Beschäftigten finanzieren. Das unterstützt den Arbeitnehmer ganz individuell und entlastet den Arbeitgeber: Bei aufkommenden Problemen, ob im beruflichen oder privaten Alltag, steht den Beteiligten ein professioneller Ansprechpartner zur Seite“, so Dirk Heyden weiter.

Das Coaching, das von Hilfen bei Behördengängen bis zur Problembewältigung direkt am Arbeitsplatz reichen kann, stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor in dem Fördermodell dar, um den Arbeitnehmer dauerhaft zu stabilisieren und im Betrieb zu integrieren.

Das Jobcenter rechnet mindestens mit 200 Stellen, die 2019 mit der Förderung neu geschaffen werden. Voraussetzung ist: Der Bewerber ist seit mindestens zwei Jahren arbeitslos. Um den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben auch langfristig zu einem Erfolg werden zu lassen, besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung für Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote vom Jobcenter zu erhalten.

„Gemeinsam mit der Wirtschaft können wir dafür Sorge tragen, längere Arbeitslosigkeit überhaupt nicht entstehen zu lassen. Beide Seiten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, erhalten über die zwei Jahre Förderung ausreichend Zeit, die neuen Kollegen zu den Fachkräften im Betrieb zu entwickeln, die vor Ort gebraucht werden.“, fasst Dirk Heyden die Vorteile zusammen.

Möchten Sie sich zu den Fördermöglichkeiten beraten lassen? Schreiben Sie dem Jobcenter-Chef einfach eine E-Mail: dirk.heyden[at]jobcenter-ge.de.


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