Deutscher Gewerkschaftsbund

26.10.2022

Solidarisch durch die Krise: Kosten und Hilfen sozial gerecht verteilen

Die steigenden Kosten für Lebenshaltung und Energie belasten uns alle enorm. Blicken wir ins nächste Jahr, wird es wahrscheinlich nicht besser. Im Gegenteil: Wenn die Wirtschaftsleistung wie vorausgesagt abnimmt, gefährdet das auch unsere Arbeitsplätze und erschwert die
Tarifverhandlungen - deren Erfolg gerade jetzt mit Blick auf die schwindelerregende Inflation für viele Kolleg*innen so wichtig ist.


Die Gaspreisbremse soll Abhilfe schaffen und zur Entlastung der Haushalte beitragen. Damit setzt die Regierung eine wichtige Forderung der Gewerkschaften um und zeigt gleichzeitig, dass sie die Sorgen der Bevölkerung, der Beschäftigten und der Unternehmen im Hinblick auf die Explosion der
Gas- und Strompreisen ernst nimmt.


Aber: Die Funktionsweise des Gaspreisbremse ist nicht sozial gerecht. Geht es nach den aktuellen Vorschlägen der Gaspreiskommission, sollen Menschen mit kleinem Einkommen und kleiner Wohnung die gleiche anteilige Hilfe vom Staat erhalten wie der mittlerweile berühmt gewordene
Villenbesitzer mit energieintensivem Pool.


Wir fordern: Die Ausgestaltung der Gaspreisbremse muss deutlich sozial gerechter werden! Auch muss sie schneller als bisher geplant umgesetzt werden. Denn vielen prekär Beschäftigten und Kolleg*innen mit niedrigen Löhnen steht das Wasser jetzt schon bis zum Hals. Für sie kommt die
Bremse zu spät. Auch der konkrete Einsatz der Härtefallfonds muss schnellstmöglich geklärt werden,
für alle, denen trotz Gaspreisbremse der finanzielle Ruin droht.

Die Gewerkschaften des DGB Hamburg fordern:

  • Schnelle und sozial gerechte Umsetzung der Gaspreisbremse!
  • Weitere Kostenexplosionen auf dem Energiemarkt deckeln!
  • Erneuerbare Energien ausbauen!
  • Mieter*innen schützen – Wir brauchen Mietenstopp & Kündigungsschutz jetzt!
  • Arbeitsplätze sichern!
  • Kosten gerecht verteilen: Übergewinne abschöpfen – fair besteuern, Schuldenbremse aussetzen!


Diese Forderungen tragen wir auf die Straße
am 29.10.2022 um 13 Uhr am Berliner Tor.
Also: Packt die Fahne und die Trillerpfeife ein, damit wir laut sind, wenn wir gemeinsam fordern:


Sozial gerecht und solidarisch durch die Krise!


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