Deutscher Gewerkschaftsbund

Passt auf euch auf! Übergriffe auf Beschäftigte

20.09.2018
Beleidigt, bedroht, alleine gelassen

Passt auf euch auf! Übergriffe auf Beschäftigte

Immer wieder berichten Kolleg/innen davon, dass sie bei der Arbeit beleidigt, bedroht und sogar körperlich angegriffen werden. Im Jahr 2017 gab es in Hamburg 1.852 Übergriffe auf Mitarbeiter Hamburger Behörden. Der schrecklichste Angriff in diesem Jahr: Die Attacke auf zwei Beschäftigte des Bezirksamts Altona Ende September, die für einen von ihnen tödlich endete.

In vielen anderen Branchen gibt es zwar keine verlässlichen Zahlen, aber fest steht: Jeder Übergriff ist einer zuviel. Denn für viele Betroffenen haben die verbalen und tätlichen Übergriffe verheerende Folgen. Nicht selten kämpfen sie danach mit Ängsten oder sehen sich sogar gezwungen den Arbeitsplatz oder Beruf zu wechseln. Und viel zu oft werden sie von den Arbeitgebern damit alleine gelassen.

Selbst dort, wo zumindest punktuell die Zahl der Übergriffe erfasst wird, vermuten die Experten eine hohe Dunkelziffer. Viele der Übergriffe werden erst gar nicht gemeldet. Sei es, weil sie als zu marginal erachtet werden, weil man gegenüber den Kolleg/innen oder den Chefs nicht als schwach dastehen will oder weil man schlicht nicht weiß wie und wo man Hilfe finden kann. So oder so – am Ende stehen die Betroffenen alleine da.

In unserem Dossier geben wir in den kommenden Wochen viele Informationen und stellen Aktivitäten der Gewerkschaften vor.

#passtaufeuchauf









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