Deutscher Gewerkschaftsbund

22.03.2021
Kolleg/-innen vor Arbeitsgericht erfolgreich

Recht so!

Die drei Fälle zeigen, dass kein Arbeitgeber mit seinen Beschäftigten machen kann was er will. Das Gericht hat Asklepios, die Atos Klinik und Eurogate jeweils in ihre Schranken gewiesen. Richtig so!

Alle Betroffenen wurden durch ihre Gewerkschaften unterstützt und erlebten viel Solidarität. Eine wichtige Stütze in den oft belastenden Auseinandersetzungen.

Fall 1: Fristlose Kündigung einer Betriebsrätin durch ATOS Klinik unwirksam

Die ATOS Klinik hatte versucht, mit einem Antrag an das Arbeitsgericht Hamburg die Zustimmung des Betriebsrates zur fristlosen Kündigung der Betriebsrätin und stellvertretenden Konzernbetriebsratsvorsitzenden Anja zu erwirken. Doch das Gericht gab ATOS nicht Recht.

„Wir fordern ATOS über das heutige Verfahren hinaus auf, den Antrag auf Kündigung sofort und bedingungslos zurück zu nehmen und die Rechte des gewählten Betriebsrates zu respektieren“, so Kathrin Restorff von ver.di Hamburg.

Hier geht es zur Pressemitteilung von ver.di

Fall 2: Änderungskündigung gegen Kollegin Heike unwirksam

Die Kollegin hatte 2017 bei ihrer Firma Eurogate einen Teilzeit-Antrag gestellt. Sie wollte in kürzeren Schichten arbeiten, damit sie innerhalb ihrer Familie die Betreuung ihres Sohnes besser hinbekommen. Weil es einen gesetzlichen Anspruch gibt, konnte sie das zunächst tun. Doch 2019 hob Eurogate die Regelung wieder auf. Um diese Kündigung ging es vor dem Arbeitsgericht, dass Heike R. schließlich Recht gab.

„Wir wünschen der Kollegin Heike, die sich mutig gegen einseitige Entscheidungen gestemmt hat und für die stärkere Vereinbarkeit von Beruf und Familie eingetreten ist, dass sie nun in Ruhe weiterarbeiten kann. Sie hat ein Stück dazu beigetragen, dass das Thema auch im Hafen mehr in den Fokus gerückt ist, ver.di wird diesbezüglich am Ball bleiben“, so Sieglinde Frieß, stellvertretende Landesbezirksleiterin ver.di Hamburg

Hier geht es zur Pressemitteilung von ver.di

Fall 3: Kündigung von Betriebsrätin Romana zurückgenommen

Der Kollegin, Betriebsrätin und Krankenschwester Romana war von ihrem Arbeitgeber Asklepios gekündigt worden. Ein Interview zur Personalbesetzung in den Kliniken hatte der Konzern als „falsche Tatsachenbehauptung“ bewertet. Die Kündigung landete vor dem Arbeitsgericht. Doch schließlich zog der Klinikbetreiber die Klage zurück.

Hier geht es zum Mopo-Bericht.  


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