Deutscher Gewerkschaftsbund

03.04.2023

Mehr Diplomatie wagen! Gegen Unterdrückung, Gewalt und Krieg!

In vielen Teilen der Welt herrschen Krieg, Gewalt und Leid: Schauen wir nach Syrien, in den Jemen, in den Iran, nach Burkina-Faso, nach Afghanistan, in die Ukraine und an viele weitere Orte der Welt, in denen die Leben von vielen Menschen davon abhängen, ob es gelingt Frieden zu schaffen. Deshalb erheben wir als DGB Hamburg unsere Stimme.

Wir verurteilen alle Regierungen, die Krieg, Unterdrückung, Gewalt und Folter als Mittel der Politik und Instrumente zur Sicherung ihrer Macht einsetzen! Wir sind fest davon überzeugt, dass der einzige Weg, um den Frieden zu wahren und sicherzustellen, darin besteht, auf gewaltfreie und konstruktive Weise miteinander zu kooperieren. Wir appellieren an alle Staaten und Konfliktparteien, ihre Anstrengungen darauf zu konzentrieren und Brücken hin zu einer Friedensperspektive zu bauen.


Die vielen Kriege auf der Welt mahnen uns, am Ziel einer weltweit kontrollierten Abrüstung festzuhalten. Nuklearmächte modernisieren und/oder verlegen ihre Atomwaffenarsenale, die Zahl der Staaten, in denen antidemokratische Gesetze und Bestrebungen forciert werden, steigt. Dennoch: Wir lehnen die Festlegung der Bundesregierung, den deutschen Rüstungshaushalt dauerhaft auf das Zwei-Prozent-Ziel der NATO oder darüber hinaus aufzustocken, entschieden ab. Grundsätzlich gilt: Die Finanzierung von Investitionen in die soziale Infrastruktur muss sichergestellt werden!

Im vergangenen Jahr hat sich unser Blick verstärkt auf den Krieg in der Ukraine konzentriert – der Krieg mitten in Europa hat alte Gewissheiten infrage gestellt. Wir verurteilen die kriegerische Aggression Russlands auf die Ukraine auf das Schärfste. Das größte Leid trägt die Zivilbevölkerung. Viele Menschen fanden bereits den Tod, erlitten grausame Verluste, sind auf der Flucht. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Wir fordern die russische Regierung auf, die Angriffe sofort zu beenden! Es ist unerlässlich, unverzüglich und verstärkt nach diplomatischen Lösungen am Verhandlungstisch zu suchen! Wir stehen fest an der Seite der Ukrainer*innen. Gleichzeitig fordern der DGB Hamburg und seine Mitgliedsgewerkschaften alle demokratischen Parteien auf, die öffentliche Debatte über immer mehr und immer neue Waffen endlich zu beenden.


Tausende Menschen aus der Ukraine und anderen Kriegsregionen der Welt suchen in unserem Land Schutz. Ihre Integration hat Priorität. Dafür braucht es eine echte Willkommenskultur. Im Sinne des Friedens ist es auch unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle Geflüchteten sich bei uns sicher fühlen und sie nicht dem Hass rechter, antidemokratischer Kräfte ausgesetzt sind.


Der DGB orientiert auf eine europäische und internationale Friedensordnung, die auf den Menschenrechten und den Prinzipien der Freiheit, der Selbstbestimmung und der sozialen Gerechtigkeit beruht. Der DGB setzt sich für eine kooperativ ausgerichtete Sicherheitspolitik, die weit über militärische Friedenssicherung hinausgeht. Hierunter verstehen wir, für einen fairen und existenzsichernden Welthandel zu sorgen, Ausbeutung zu beenden, den fortschreitenden Klimawandel zu bekämpfen, zivile Instrumente der Diplomatie zu stärken, humanitäre Hilfen bereitzustellen, Geflüchteten-Hilfe zu leisten, Entwicklungszusammenarbeit zu fördern und Konfliktprävention zu forcieren. Zu einem umfassenden und stabilen Frieden gehört untrennbar auch der soziale Frieden, der durch eine gerechte Verteilung von Ressourcen, soziale Gerechtigkeit, gleiche Bildungschancen und faire Arbeitsbedingungen erreicht werden kann.

Gemeinsam kämpfen wir für eine Welt ohne Krieg und Gewalt. Denn Frieden ist die Grundlage für eine gerechte und lebenswerte Zukunft für uns alle.

Für Frieden!
Für Solidarität!
Für Gerechtigkeit!
Für Freiheit!


Nach oben

Immer aktuell informiert ...

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Aktuelle Pressemeldungen des DGB Hamburg

Veranstaltungen

Online beitreten ...

Wir helfen ...

Logo Fachstelle Migration und Vielfalt
Arbeit und Leben Hamburg