Deutscher Gewerkschaftsbund

06.09.2020
Vor den Delegiertenwahlen 2021

Senioren im Austausch mit Fegebank

Versammlung der Gewerkschaftsmitglieder aus den bezirklichen Seniorengremien im Hamburg-Haus. Auch die Zweite Bürgermeisterin und zuständige Senatorin Katharina Fegebank kam am 4. September ins Hamburg-Haus, um mit den Senioren ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stand dabei die Wahl im kommenden Jahr.

DGB-Senioren

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Trotz der immer noch angespannten Corona-Situation kamen rund 25 Delegierte, die von Jutta Neumann-Strutz aus der Steuerungsgruppe der Senioren herzlich begrüßt wurden.

Es folgte das Grußwort von Katja Karger, in dem sie das Engagement der Ehrenamtlichen lobte: „Ihr seid ein Teil der demokratischen Kultur in dieser Stadt. In Euren Gremien helft ihr mit, dass wir diese Stadt seniorengerecht und besser machen.“

In ihrem Eingangsreferat nahm sie außerdem Stellung zur aktuellen Renten-Situation in Hamburg. Zum Einen, was eine aktuell veröffentlichte Prognos-Studie berichtet. Danach müssten Rentner in Hamburg größere Summen als anderswo sparen, um Rentenlücken auszugleichen. Zum anderen präsentierte sie vom DGB eigens aufbereitete Zahlen.

In Hamburg arbeiten die Leute im Alter durchschnittlich länger als bundesweit

Eins machte sie unmissverständlich klar: „Als Gewerkschaften setzen wir auf die Stärkung der gesetzlichen Rente. Das bringt Generationengerechtigkeit. Und nicht Zusatzversicherungen, die am Ende vor allem irgendwelchen Fondsverwaltern nutzen.“

Anhand der präsentierten DGB-Zahlen wurde zum Beispiel deutlich, wieviel weniger Geld „Neurentner“ aktuell erhalten und wie viele es nicht schaffen bis 65 oder 67 zu arbeiten und dadurch deutlich geringere Erwerbsminderungsrenten in Kauf nehmen müssten. Zudem sei Armut im Alter vor allem weiblich. Ein weiterer Aspekt: In Hamburg arbeiten die Leute im Alter durchschnittlich länger als bundesweit. Dafür müsse man ganz genau auf die Gründe schauen, so Karger.

"Ich gehöre zu der Abteilung Offenes Visier"

Anschließend lobte auch Senatorin Katharina Fegebank die Arbeit der Seniorenbeiräte auf Bezirks- und Landesebene. „Wir kriegen wir nur was verändert, wenn sie sich einmischen, ihre Erfahrungen mitteilen, den Finger in die Wunde legen.“

Wichtig sei ihr Offenheit: „Wenden Sie sich mit ihren Anliegen an meine Behörde. Ich gehöre zu der Abteilung Offenes Visier. Auch wenn wir vielleicht nicht immer einer Meinung sind – Hauptsache wir bleiben im Austausch.“

In der anschließenden Gesprächsrunde mit der Senatorin wurden viele Punkte angesprochen. Von grundsätzlichen Armuts-Problemen von Rentnern in der Stadt, der schwierigen Nahverkehrs-Situation in Bergedorf, fehlender Barrierefreiheit an unterschiedlichen Orten oder der mangelhaften Ausstattung von Seniorenheimen mit Internetanschlüssen.

Fegebank: Viele Anregungen mitgenommen

Die Senatorin hob hervor, dass es „kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem gäbe“. Viele Punkte beträfen die Bundespolitik, aber sie nähme jeden konkreten Vorschlag gerne mit. Auch bei einem andern Punkt: So bemängelte ein Beirat, dass die Arbeit in den Senioren-Ausschüssen immer stärker papierlos stattfinde, viele Mitglieder aber technisch nicht gut ausgestattet seien. Die Zweite Bürgermeisterin sicherte zu, genau darauf zu schauen. „Sie müssen sich auf Augenhöhe mit einbringen können.“

Im letzten Teil der Veranstaltung ging es um die Verfahren zur kommenden Benennungsrunde der Seniorenbeiräte. Informationen dazu soll es auch bald in einem von der Behörde frisch aufgelegten Flyer geben.

Alle Infos zu den Seniorenbeiräten gibt es ansonsten hier.

 

 


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