Deutscher Gewerkschaftsbund

07.02.2020

Wohnen: Der krasse Unterschied

Sie leben in Steilshoop nur ein paar Straßen voneinander entfernt. Mit ihren Vermietern haben diese ver.di-Kolleg/-innen aber ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Mieterinitiative Steilshoop

Mieterinitiative Steilshoop DGB HH

Bei Andrea König und Johanna Reidt geht Modernisierung so: Über Jahre Baustelle, ständig geht etwas kaputt, ob die Maßnahmen zur Dämmung wirklich etwas bringen, ist zum Teil  äußerst fraglich. . Auf eine telefonische Nachfrage kommt nur eine automatische SMS, aber kein Rückruf eines Mitarbeiters. Am Ende der Arbeiten droht ihnen eine Mieterhöhung um 40 Prozent.

Vermieter ist die Wohnungsbaugesellschaft VONOVIA SE, traurig-berühmt in ganz Deutschland für ihren schlechten Umgang mit ihren Mieter/-innen und Objekten.

 

Die Stadt muss beim Wohnen die Zügel in der Hand behalten 

Anders bei Günter Wolff: Die Baumaßnahmen werden von Mitarbeiter/-innen seines Vermieters, einer Wohnungsgenossenschaft, begleitet. Sie sind Ansprechpartner/-innen für die Mieter/-innen vor Ort. Eine Mieterhöhung nach Fertigstellung gibt es nicht.

König, Reidt und Wolff sind alle in einer Mieterinitiative und engagieren sich gegen die Machenschaften der VONOVIA. „Das Unternehmen muss seiner sozialen Verantwortung als größter Anbieter von Wohnungen in Steilshoop gerecht werden“, sagen sie.

„Die horrenden Mieterhöhungen unter dem Deckmantel der Modernisierung können sich einige Menschen im Stadtteil nicht leisten. Gerade Älteren macht das sehr zu schaffen.“, so König.

Günter Wolff

Günter Wolff DGB HH

Im Februar wird die Mieterinitiative vor der Geschäftsstelle der VONOVIA in Wandsbek protestieren. Mehr dazu weiter unten.

Das Beispiel zeigt, was passieren kann, wenn Wohnungen in die Hände von Konzernen gelangen, die nur ihre Rendite im Blick haben. Und wie es sein sollte, wenn Genossenschaften und städtische Unternehmen Wohnungen verwalten. Deswegen muss die Stadt beim Wohnen die Zügel in der Hand behalten.

Der DGB fordert u.a., dass Genossenschaften, SAGA und gemeinwohlorientierte Bauträger bevorzugten Zugang zu Bauland bekommen. Der soziale und bezahlbare Wohnungsbau muss gestärkt werden.

Hinweis:

Die Miterinitiative Steilshoop führt am 13. Februar 2020 eine Kundgebung unter dem Motto "Für Transparenz und gegen Mißstände" vor der VONOVIA Geschäftsstelle in Wandsbek durch (Schloßstraße 14). Beginn ist um 16 Uhr. Mehr Infos gibt es auf der Facebook-Seite der Mieterinitiative


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