Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 30.03.2006

Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt weiter drastisch Arbeitslosenquote in Hamburg ber dem westdeutschen Durchschnitt

101 250 registrierte Erwerbslose in der Hansestadt � Quote 11,6 Prozent
Das gr��te Problem auf dem Hamburger Arbeitsmarkt ist die sprunghaft gestiegene Zahl der Langzeitarbeitslosen, die mit 35 196 (31,2 Prozent) auf Rekord-Niveau liegt, kommentiert der DGB Hamburg die aktuellen Arbeitsmarktdaten. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Personen, die l�nger als ein Jahr arbeitslos sind, um 18,6 Prozent zu, allein verglichen mit dem Vormonat Februar 06 um zehn Prozent!
�Fast ein Drittel der Hamburger Arbeitslosen ist �ber ein Jahr ohne Arbeit und wartet h�nderingend auf die lange versprochene F�rderung � doch der Senat freut sich �ber rund 150 Millionen Euro Haushaltsentlastung durch die Bundesmittel f�r Hartz IV*, anstatt das Geld f�r sinnvolle Qualifizierung Langzeitarbeitsloser einzusetzen�, so Claudia Falk, Pressesprecherin des DGB Hamburg. �Selbst die vom Bund bereitgestellten Gelder f�r die Weiterbildung von ALG II-Empf�ngern wurden von Hamburg nicht ausgesch�pft. Stattdessen propagiert Senator Uldall Kombilohnmodelle, die wissenschaftlich nachgewiesen** nicht zu Besch�ftigungszuwachs f�hren und mit ihrer geringen Anzahl von Pl�tzen sowieso nur einen Bruchteil der Betroffenen erreichen.�
Dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch�ftigten leicht gestiegen ist sei zwar erfreulich, k�nne aber nicht dar�ber hinwegt�uschen, dass die Arbeitslosenquote der �Boomtown� Hamburg mit 11,6 Prozent weit �ber dem Durchschnitt der westdeutschen Bundesl�nder (10,1 Prozent) liege so Claudia Falk. �Man muss diese sozialversicherungspflichtigen Stellen auch hinterfragen: Verbergen sich wom�glich auch viele unfreiwillige Teilzeitbesch�ftigungen dahinter?�
Erst in dieser Woche ver�ffentlichte das Statistische Bundesamt dazu eine interessante Zahl f�r Deutschland aus der ILO-Arbeitsmarktstatistik: Danach stieg im Zeitraum Januar 2005 bis Januar 2006 der Anteil der Unterbesch�ftigten an allen deutschen Erwerbst�tigen um drei Prozentpunkte von 10,9 Prozent auf 13,9 Prozent. Mehr als jeder siebte Erwerbst�tige w�rde also gerne bei entsprechender Verg�tung seine Arbeitszeit aufstocken. Etliche � auch sozialversicherungspflichtig besch�ftigte - Teilzeitkr�fte bleiben also weiterhin in der Arbeitslosen-Statistik.
* F�r die Kosten der erwerbsf�higen ALG II-Empf�nger erh�lt die ARGE Geld vom Bund. Deshalb hatte man vor Inkrafttreten von Hartz IV m�glichst viele ehemalige Sozialhilfe-Bezieher, f�r die die Stadt aufkommen muss, als erwerbsf�hig eingestuft und in die Zust�ndigkeit der Arge geschoben. Anfang M�rz 06 wurden Beh�rdenvertreter in einem Zeitungsartikel dahingehend zitiert, dass es durch die Bundeszusch�sse im Rahmen von Hartz IV zur Entlastung des Hamburger Haushalts in H�he von rund 150 Mio. Euro gekommen sei.
** Siehe IMK-Report Nr. 8 , M�rz 06: �Kombil�hne � zwischen Illusion und Wirklichkeit�

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