Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 23.04.2006

Veranstaltung: Lebens- und Arbeitsbedingungen in Kolumbien

Infoveranstaltung: "Lebens- und Arbeitsbedingungen in Kolumbien"
Ein Gespräch mit vier Frauen der kolumbianischen Blumenarbeiter/innen-Gewerkschaft Untraflores aus verschiedenen Blumenplantagen rund um Bogotá.
3. Mai, 19.00 Uhr
Gewerkschaftshaus Hamburg, Movimento, Besenbinderhof 57 a
Hintergrund
Längst vorbei die Zeiten, in denen regionale Rosenanbauer aus Vierlanden bei Hamburg oder aus den Niederlanden den Markt beherrschten. Aus Deutschland stammt nicht einmal ein Drittel der Pracht.
Nach Stückzahl und Hektar haben Kenia und Kolumbien die Holländer längst überholt. Rosen aus den südlichen Erdteilen steigen von der Grenze des Importlandes bis zum Verkauf im Blumenladen um das Siebenfache in ihrem Wert.
Könnten Rosen sprechen, dann würden sie über ihre tropischen Ursprungsländer berichten, über die Arbeit der Blumenarbeiterinnen und den Einsatz von Pestiziden auf den Blumenplantagen und über den Transport in Kühlcontainern nach Europa.
In der Hochebene um die kolumbianische Hauptstadt Bogotá herrscht auf 2.600 Metern ewiger Frühling. Ideale klimatische Bedingungen und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse haben einen Boom in der Blumenindustrie entfacht. In Kolumbien sind die Rosen über alle Verbrechen von Guerillas und Paramilitärs hinweg zu einem Geschäft gediehen, das noch besser blüht als der Kokainschmuggel. 90.000 Menschen, die große Mehrheit Frauen, schuften in den kolumbianischen Blumenplantagen für Niedrigstlöhne. Ständiges Bücken, Einsatz von Giften und Arbeitshetze bedrohen die Gesundheit der Arbeiterinnen. Gewerkschaften werden systematisch bekämpft.

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Felix Hoffmann

Felix Hoffmann (Foto:Peter Bisping)

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Katja Karger

Katja Karger (Foto: Peter Bisping)