Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 35/18 - 28.12.2018

Bilanz zum Tarifjahr 2018: „Wir holen uns die Zeit zurück“

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger hat ein positives Fazit unter das Tarifjahr 2018 gezogen. Gerade bei den Arbeitszeiten habe sich viel getan: „Die Arbeitgeber halten zwar die Uhr in der Hand, aber wir bewegen die Zeiger. Viele Beschäftigte können durch neue tarifliche Regelungen entscheiden, ob sie mehr Zeit für Familie, Pflege, Freizeit haben wollen. Gut so. Denn es gibt wichtigeres als Arbeit.“

Die Arbeitnehmer/-innen nehmen diese Möglichkeit dankbar an: Allein im Bereich der IG Metall Region Hamburg sind bei Arbeitgebern bislang über 6.000 Anträge auf mehr freie Tage statt mehr Geld eingegangen. Diese Wahlmöglichkeit steht Beschäftigten durch den in diesem Jahr abgeschlossenen Tarifvertrag in der Metall- und Elektroindustrie zur Verfügung. Gerade Schichtarbeiter/-innen profitieren davon.

Neue Zeitmodelle gibt es auch in Unternehmen wie der Deutschen Bahn, der Post oder der Telekom. Auch in der Chemischen Industrie wollen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite neue Arbeitszeitvarianten entwickeln. Ein konkretes Beispiel aus der Kautschukindustrie und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE): Im Harburger Unternehmen Phoenix gibt es Altersfreizeit. Weil sie so beliebt ist, werden die möglichen freien Zeiten zum 1. Januar 2019 aufgestockt.

Katja Karger: „Die Uhr tickt bei jedem Menschen anders. Das Thema Arbeitszeit werden wir auch in kommenden Tarifrunden im Sinne der Beschäftigten einbringen.“

Rund 300.000 Hamburger/-innen haben zudem ein durchschnittliches Lohnplus von drei Prozent einstreichen können. Damit sind die Tariflöhne 2018 stärker gestiegen, als die Inflation. Nimmt man die Neuabschlüsse im Jahr 2018, sind es sogar 3,5 Prozent. „Gerade Kolleg/-innen in unteren Gehaltsgruppen haben von neuen Tarifabschlüssen profitiert. Diesen solidarischen Ansatz wollen wir auch in Zukunft weiter verfolgen“, so Karger.


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