Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 11.04.2008

DGB-Jugend begrüßt SPD-Initiative für Ausbildungsumlage

Die DGB-Jugend Hamburg begrüßt den Vorstoß der SPD-Fraktion für die Einführung einer von den Kammern erhobenen Ausbildungsumlage. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD-Fraktion nun in die Hamburgische Bürgerschaft eingebracht. Er soll am 16.04. erstmals im Parlament beraten werden. Olaf Schwede, Sprecher der DGB-Jugend, erklärt hierzu: "Die Landesumlage auf Kammerebene ist ein wichtiger Schritt zur Lösung der strukturellen Probleme auf dem Hamburger Ausbildungsmarkt. Unbürokratisch und flexibel kann so die Ausbildungsleistung der Hamburger Wirtschaft erhöht werden. Die gute Konjunktur allein wird nicht ausreichen, um allen Hamburger Jugendlichen mittelfristig eine Ausbildung zu ermöglichen."
Obwohl Hamburgs Unternehmen im vergangenen Jahr zehn Prozent mehr Ausbildungsplätze angeboten haben, befinden sich alles in allem über 15 000 Jugendliche in den Warteschleifen der beruflichen Schulen. Dies entspricht einem kompletten Schulabgängerjahrgang. Trotz starker Konjunktur und bester Auftragslage bleibe das strukturelle Problem auf dem Hamburger Ausbildungsmarkt bestehen.
Schwede: "Mit einer Hamburger Ausbildungsumlage könnten zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen für Ausbildungsbetriebe finanziert werden." Ein Beispiel hierfür sei die bereits im Bausektor tariflich finanzierte außerbetriebliche Lehrunterweisung, die auch auf andere Bereiche ausgedehnt werden könnte.
Auch die von den Kammern erhobenen Prüfungsgebühren könnten so bald der Vergangenheit angehören. Schwede: "Warum werden ausbildende Unternehmen für ihre gute Arbeit von den Kammern zur Kasse gebeten? Ausbildungskosten sollten fair auf alle Unternehmen verteilt werden. Denn letztendlich profitiert Hamburgs Wirtschaft insgesamt von gut qualifizierten Arbeitskräften."
Die DGB-Jugend appelliert an die Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft, den Antrag der SPD zu unterstützen und die Einführung einer Ausbildungsumlage in Hamburg ernsthaft voranzutreiben.

Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Kontakt Pressestelle

Felix Hoffmann

Felix Hoffmann (Foto:Peter Bisping)

Pressearbeit

Felix Hoffmann

Tel: 040/60 77 66 112
Fax: 040/60 77 66 141
Mobil: 0175/72 22 415

Pressefoto Katja Karger

 

 

Katja Karger

Katja Karger (Foto: Peter Bisping)