Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 14.05.2006

DGB Jugend Hamburg zu den Ergebnissen der Lernentwicklungsuntersuchung ULME II


Verbindliche Anerkennungsregeln für Teilqualifikationen!
Bildungssenatorin Dinges-Dierig fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept für die berufliche Ausbildung, kritisiert die DGB Jugend Hamburg. Das werde auch an den aktuellen Ergebnissen der Untersuchung teilqualifizierender Berufsfachschulen deutlich.
„Diese Schulen sind nichts Halbes und nichts Ganzes und ein Beleg für die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit der Senatorin“, sagt Olaf Schwede, Vorsitzender der DGB-Jugend Hamburg. „Die Sach- und Personalausstattung in den Berufsfachschulen ist mangelhaft. Wo es am Notwendigsten fehlt und Klassengrößen mit über 30 Schüler/innen keine Ausnahme sind, kann man keine Top-Ergebnisse erwarten.“
In Berufsfachschulen landeten vielfach Jugendliche, die von der Arbeitsagentur als „nicht ausbildungsfähig" aussortiert wurden. Diese Schulen seien eine „Standard-Warteschleife“ hin zur dualen Ausbildung.
Olaf Schwede: „Mit der von Frau Dinges-Dierig verteidigten Notenschwelle findet dort eine zweite Stufe der Selektion statt. Aber die Situation der Jugendlichen werde nicht durch Notenschwellen besser, sondern nur durch mehr Ausbildungsplätze.“
Für Jugendliche, die durch die Notenschwelle herausfallen, beginne eine unsichere Zukunft, so der Vorsitzende der DGB Jugend Hamburg.
„Für sie ist bisher das Ausbildungsvorbereitungsjahr (AVJ) als Alternative zur bisherigen Berufsvorbereitung vorgesehen“, erläutert Olaf Schwede. „Dieses führt allerdings nicht zu einem Schulabschluss, sondern ist darauf ausgelegt, dass es abgebrochen wird, um eine Ausbildung oder ein Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ) zu beginnen. Aber ob die Teilqualifikationen aus dem AVJ auf eine Ausbildung angerechnet werden, hängt vom Goodwill Arbeitgeber ab. Bisher blockieren die Arbeitgeber offensichtlich eine notwendige verbindliche Regelung. Ähnlich sieht es bei den teilqualifizierenden Berufsfachschulen aus – auch hier gibt es nur ein schwammiges Modulsystem, dass freiwillig anerkannt werden können soll.“
Die DGB Jugend Hamburg fordert ein schlüssiges Gesamtkonzept für die berufliche Ausbildung in Hamburg, eine klare und verbindliche Anerkennungsregelung der Lernergebnisse auf die duale Ausbildung und eine Durchlässigkeit der Bildungsgänge nach oben.

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