Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 01.10.2006

DGB Hamburg zum Tag der älteren Menschen am 1. Oktober:

Mehr für Integration Älterer ins Arbeitsleben tun –
auch das gehört zu einer seniorengerechten Metropole, Frau Schnieber-Jastram!
Nur 44 Prozent aller Hamburger zwischen 55 und 65 Jahren haben noch eine Arbeit
Zum „Tag der älteren Menschen“ am 1. Oktober appelliert der DGB Hamburg an Senat und Unternehmen, sich verstärkt für die Integration der Älteren in den Arbeitsmarkt zu engagieren.
Nach Berechnungen des DGB Hamburg* haben nicht einmal annähernd die Hälfte (44,3 Prozent) aller 55-65jährigen Hamburger derzeit eine reguläre Arbeit, in der Altersgruppe der 60 bis 65jährigen sind sogar nur rund 28 Prozent sozial versichert angestellt.
Erhard Pumm, Vorsitzender des DGB Hamburg: „Viele Arbeitnehmer sind nicht einmal bis zum derzeit geltenden Renteneintrittsalter mit 65 Jahren in Lohn und Brot - die geplante Rente mit 67 würde angesichts der Zahlen für Tausende Altersarmut bedeuten. Es ist bedauerlich, dass Senatorin Schnieber-Jastram bei der Aufzählung ihrer Programmpunkte zur seniorengerechten Metropole das Thema Alte und Arbeit völlig unter den Tisch fallen lässt. Wer die Generation 60plus nicht am Rande der Gesellschaft sehen will, darf nicht nur das freiwillige Engagement der Senioren fördern, sondern muss ihnen vor allem eine Chance auf Arbeit geben. Gerade vor dem Hintergrund steigender finanzieller Belastungen der Menschen für Gesundheit und Pflege fehlen sonst die Mittel, um in der teuren Stadt Hamburg über die Runden zu kommen und zufrieden alt zu werden.“
Abhängig ist die Chance, im Alter noch einen Job zu finden, vor allem von der beruflichen Qualifikation und vom Geschlecht. Während in Schweden 30,1 Prozent aller 55-64jähriger in den Genuss von Weiterbildung kommen, sind es in Deutschland gerade mal 2,4 Prozent!
Die Unternehmen müssen also endlich umdenken – und altersgerechte Arbeitsbedingungen schaffen. Das reiche von der betrieblichen Gesundheitsvorsorge über die Förderung des lebenslangen Lernens bis zu einer arbeitnehmergerechten Flexibilisierung der Arbeitszeit, so Hamburgs DGB-Vorsitzender.
„Wir fordern daher den Senat und die Arbeitsagentur auf, auf die Unternehmen einzuwirken und die bestehenden Fördermöglichkeiten zur Beschäftigung und Weiterbildung älterer Arbeitnehmer offensiv zu bewerben und zu nutzen“, so Erhard Pumm.

Ältere Beschäftigte - Hamburger Daten
Von 201 630 55 - 65jährigen Hamburgern sind 89 477 sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das sind 44,3 Prozent aller Hamburger dieser Altersgruppe. Damit sind nur 11,9 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Hamburg zwischen 55 und 65 Jahre alt
Von 99 661 55 - 60jährigen Hamburgern sind 61 044 sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das sind 61,25 Prozent dieser Altersgruppe
Von den 100 969 60- 65jährigen Hamburgern arbeiten 28 433 sozial versichert angestellt, das sind 28,1 Prozent
* auf Grundlage von Zahlen aus dem Statistikamt Nord

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