Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11/20 - 16.03.2020

Equal Pay Day: „Gerecht geht anders“

Anlässlich des Equal Pay Day, morgen am 17. März, ruft Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger dazu auf, die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern stärker zu bekämpfen.

Laut Hamburger Gleichstellungsmonitor beträgt der Verdienst-Unterschied zwischen Frauen und Männern in Hamburg 20 Prozent. Der Equal Pay Day ist der Tag im Jahr, bis zu dem Frauen unbezahlt arbeiten, während Männer seit dem ersten Januar bezahlt werden. Umgerechnet also 77 Tage.

Katja Karger: „Frauen übernehmen den Großteil der unbezahlten, familiären Sorgearbeit, unterbrechen ihr Erwerbsleben häufiger als Männer , arbeiten viel häufiger in Teilzeit und in sorgenden, sozialen und Dienstleistungsberufen, die vergleichsweise schlecht bezahlt werden. Das alles sind Gründe für den Gender Pay Gap. Gerecht geht anders.“

Nicht in jeder Altersgruppe ist der Pay Gap gleich hoch. So liegt er bei den unter 30jährigen bei neun Prozent. Ab da steigt er erheblich. Dazu passt, dass das Durchschnittsalter von Frauen bei Geburt des ersten Kindes bei 30 Jahren liegt.

Bei Männern hingegen wird beobachtet, dass das Gehalt kontinuierlich bis zum Alter von 50 Jahren deutlich ansteigt. Damit im Zusammenhang steht auch, dass Frauen immer noch sehr viel seltener in Führungspositionen zu finden sind als Männer.

Der DGB Hamburg fordert:

- mehr Tarifbindung - denn Tarifpolitik ist Gleichstellungspolitik. So schrumpft die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen bei tarifgebundenen Unternehmen auf zehn Prozent. Außerdem verdrängen Tarifverträge prekäre Arbeitsverhältnisse und Lohndumping, wovon ebenfalls überdurchschnittlich oft Frauen betroffen sind.

- Ein Umdenken in der Gesellschaft und Anreize aus der Politik, damit es normal wird, dass auch Männer mehr Sorgearbeit übernehmen.

- die Aufwertung der typischen Frauenbranchen, damit ein gleiches Gehalt für Männer und Frauen gezahlt wird.

- Geschlechterquoten und paritätische Besetzungen für Führungspositionen.


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