Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 16.05.2006

Abschaffung des Kindergeldes für über 25-jährige plus Studiengebühren:


finanzielle Belastung im Doppelpack trifft besonders finanziell Schwache
Die geplante Einführung der Studiengebühren zusammen mit der Abschaffung des Kindergeldes für über 25jährige Kinder in der Ausbildung bedeutet eine doppelte finanzielle Belastung, die gerade Kinder aus ärmeren Familien vom Studium abschrecken könnte, kritisiert der DGB Hamburg.
Der Anspruch auf Kindergeld soll ab 1. Juli 2007 nur noch bis zum 25. Lebensjahr bestehen. Bisher konnten Eltern mit Kindern bis zu 27 Jahren Kindergeld beziehen, wenn sich diese in einer Ausbildung befanden.
Auch die Beihilferegelung für Beamtenkinder, die an den Kindergeldanspruch gekoppelt ist, wäre von der geplanten Neuregelung betroffen. Danach müssten sich die Kinder von Beamten ebenfalls zwei Jahre früher selbst versichern, was enorme Kosten verursachen würde.
Erhard Pumm, Vorsitzender des DGB Hamburg: „Die Entscheidung hat für viele der Studierende fatale Folgen. Denn der Wegfall des Kindergeldes betrifft sie zwischen 25 bis 27 Jahren und damit oftmals in der Examensphase. Gerade dann ist ein Studi-Job nebenher kaum zu schaffen, und die Finanzierungslücke kann zu einer Verlängerung des Studiums führen. Wenn nun in Hamburg die Studiengebühren hinzukommen, werden insbesondere Kinder aus finanziell schwachen Familien noch stärker von einem Studium abgeschreckt. Das ist die Verabschiedung von der Chancengleichheit in der Bildung.“
Auch die Studienkredite seien keine Lösung – wer von seiner Familie finanziell unterstützt werden kann, startet unbelastet ins Berufsleben, die anderen müssen ihren Besuch einer Uni jahrelang abstottern – ohne Garantie auf lukrative Posten.
„Die CDU in Hamburg hatte es besonders eilig mit der Einführung der Studiengebühren – sie dokumentiert damit einmal mehr ihre bildungs- und familienfeindliche Politik“, so Erhard Pumm.


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