Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 34/18 - 28.12.2018

Neue DGB-Analyse: Der Mindestlohn wirkt

Zum 1. Januar 2019 steigt der Mindestlohn auf 9,19 Euro. Seit seiner Einführung im Jahr 2015 (damals 8,50 Euro) hat er vielen Hamburger/-innen mehr Geld im Portemonnaie gebracht. Das zeigt auch eine neue DGB-Auswertung.  

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger: „Gut, dass wir ihn haben; traurig dass wir ihn brauchen. Der Mindestlohn hat sich als Schutz für Beschäftigte bewährt. Aber er ist die absolute Untergrenze. Löhne müssen zum Leben reichen, auch in einer teuren Stadt wie Hamburg. Kein Arbeitgeber darf den Mindestlohn als Normallohn ansehen.“ 

Die Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Bundesagentur für Arbeit belegt die guten Effekte des Mindestlohns. Sowohl die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als auch die Löhne haben sich in Hamburg seit Einführung Anfang 2015 positiv entwickelt. 

Bis Ende September 2018 lag das Plus der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Hamburg bei 9,1 Prozent. Am höchsten war der Anstieg sozialversicherungspflichtiger Teilzeit- und Vollzeit-Beschäftigung (ohne Minijobber) im Gastgewerbe mit 22,4 Prozent. Ein großes Plus gab es auch im Baugewerbe (20,5 Prozent) und im Bereich Erziehung und Unterricht (19,7 Prozent). 

In Hamburg profitierten vor allem Un- und Angelernte von einem Lohnplus von insgesamt 10,5 Prozent seit Einführung des Mindestlohnes. Dies bedeutet ein Anstieg von jährlich 2,9 Prozent. 

„Trotzdem schützt der Mindestlohn noch nicht ausreichend vor Armut, deswegen muss er deutlich steigen. Zudem werden immer noch viele Beschäftigte um den Mindestlohn betrogen. Es muss mehr kontrolliert werden. Die zuständige Finanzkontrolle Schwarzarbeit braucht dafür mehr Personal und muss verstärkt verdachtsunabhängig Stichproben machen können. Wer Gesetze nicht wirkungsvoll kontrolliert, sorgt für Gerechtigkeitslücken und verspielt Glaubwürdigkeit“, so Karger.


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