Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 30.09.2009

Erste Maßnahmen des Aktionsbündnisses ein wichtiger Schritt


Der DGB fordert noch mehr Anstrengungen zur Versorgung des doppelten Abiturientenjahrgangs in Hamburg

Der Vorsitzende des DGB Hamburg, Uwe Grund, betont anlässlich der heutigen Pressekonferenz des Aktionsbündnisses: „Sowohl das neue Sofortprogramm als auch die geplanten Maßnahmen zum doppelten Abiturientenjahrgang sind wichtige Schritte, um Hamburger Jugendlichen bessere Zukunftschancen zu eröffnen. Das darf aber nur der Einstieg sein.“ Die angestrebte Erhöhung des Ausbildungs- und Studienplatzangebotes ist auf jeden Fall dringend erforderlich. Ob es allerdings gelingen wird, auf Basis des Ausbildungs-Rekordjahres 2008 die geplanten Steigerungen des Ausbildungsangebotes zu realisieren, muss skeptisch beurteilt werden. Die Folgen der Wirtschaftskrise kommen immer deutlicher in den Unternehmen an. Der DGB befürchtet deshalb angesichts der strittigen Datenlage, dass selbst die Zielmarken des Aktionsbündnisses nicht ausreichen werden, um alle Jugendlichen mit Studien- und Ausbildungsplätzen zu versorgen. Uwe Grund: „Den Gewerkschaften ist es wichtig, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bewältigung des doppelten Abiturientenjahrgangs keinen Endpunkt der Bemühungen darstellen. Die Vertreter der Gewerkschaften im Aktionsbündnis werden insbesondere die Interessen der betroffenen Jugendlichen in das Zentrum der Debatte rücken.“ Der DGB Hamburg schlägt deshalb vor zu prüfen, wie durch ein weiteres umfangreiches Ausbildungssofortprogramm in 2010 und durch eine Ausweitung des Schulberufesystems befürchtete Verdrängungseffekte auf dem Ausbildungsmarkt kompensiert werden können. Der DGB befürchtet, dass angesichts Tausender Jugendlicher in den Warteschleifen der beruflichen Schulen und einer verstärkten Nachfrage von Abiturienten schwächere Schüler vom Ausbildungsmarkt verdrängt werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der weiteren Auswirkungen der Wirtschaftskrise und des doppelten Abiturientenjahrgangs in Niedersachsen 2011 dürften die Probleme nicht unterschätzt werden. Äußerst positiv bewertet der DGB Hamburg die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Bildungsbehörde und der Arbeitsagentur sowie das unter den Partnern abgestimmte „Hamburger Programm“ als Konzept der Berufs- und Studienorientierung. Uwe Grund: „Der Übergang von der Schule in den Beruf ist ein entscheidender Schritt im Leben eines jeden jungen Menschen. Deshalb ist es wichtig, die Jugendlichen hierauf optimal vorzubereiten. Die gebündelte Kompetenz aller Akteure und eine enge Verzahnung ihrer Aktivitäten sind hierbei unverzichtbar. Auch der DGB und seine Gewerkschaften wollen hierzu einen Beitrag leisten.“

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