Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 07.02.2005

DGB Hamburg begrüßt Initiative der Handelskammer zur familienfreundlichen Arbeitswelt

Arbeitszeitverlängerung konterkariert diesen Zweck
Hamburg braucht qualifizierte Arbeitskräfte. „Es kann nicht länger angehen, dass dem Arbeitsmarkt gut ausgebildete Frauen verloren gehen, weil sie wegen mangelnder Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu Hause bleiben müssen. Darauf weisen die Gewerkschaften schon lange hin, und diese Tatsache können inzwischen wohl auch die Unternehmen nicht länger ignorieren“, so Erhard Pumm, Vorsitzender des DGB Hamburg. „Insofern begrüßt es der DGB Hamburg, wenn die Handelskammer zusammen mit der Behörde für Soziales und Familie nun ein Projekt startet, das die familienfreundliche Gestaltung der Arbeitswelt ins Zentrum stellt.
Noch vor wenigen Jahren allerdings war es gerade die Hamburgische Handelskammer, die sich gegen das von den Gewerkschaften geforderte und unterstützte Teilzeitgesetz gewehrt hatte. „Hat die Handelskammer jetzt ihren Frieden gemacht mit dem Rechtsanspruch auf Teilzeitbeschäftigung, der ja auch ein wichtiger Beitrag dazu ist, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen?“ fragt Hamburgs DGB-vorsitzender. „Und schließt sich die Handelskammer der gerade formulierten Forderung der Hamburger CDU-Familienpolitikerin Karen Koop an, den Sechs-Stunden-Tag einzuführen, damit Familien mehr Zeit für ihre Kinder haben?“
In den 80er Jahren hatten die Gewerkschaften mit ihrer Kampagne zur 35-Stunden-Woche neben der Schaffung von Arbeitsplätzen genau das intendiert: eine familienfreundlichere Arbeitswelt zu gestalten. „Derzeit sehen wir uns jedoch mit immer dreisteren Forderungen der Wirtschaft zur Arbeitszeitverlängerung konfrontiert, und das passt nicht zusammen“, so Erhard Pumm, „Motivierte Arbeitnehmer/innen gewinnt man nur, wenn man ihnen auch Zeit für das Familienleben lässt.“
Zum Thema Arbeitszeitverlängerung gibt es am Mi, 16. Februar auf Hamburg 1 um 20.15 Uhr die Sendung „Betrifft Hamburg“, in der u.a. Frank Teichmüller (IGM) und Werner Marnette (Vorstandsvorsitzender der Norddeutschen Affi) diskutieren werden.


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