Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 037 - 07.11.2011
Ausbildungsmarkt Hamburg

Noch immer fallen zu viele Jugendliche durch das Raster

Ausbildung

Der DGB Hamburg begrüßt die gute Entwicklung auf dem Hamburger Ausbildungsmarkt. Der Vorsitzende Uwe Grund: „Je mehr Jugendliche einen Platz finden, umso besser. Trotzdem müssen die Betriebe noch mehr in die Verantwortung genommen werden. Denn immer noch finden zu wenig junge Menschen mit Haupt- und Realschulabschluss einen Platz, sondern landen in Warteschleifen und Ersatzmaßnahmen. Vor dem Hintergrund des Bewerber-Rückgangs aus den umliegenden Bundesländern müssen nun mehr Hamburger Jugendlichen neue Chancen eröffnet werden.“

Zahlen allein sagen jedoch noch nichts über die Qualität von Ausbildung aus, so Uwe Grund weiter: „In einigen Branchen in Hamburg werden nach wie vor Ausbildungsvergütungen gezahlt, mit denen ein Leben in dieser Stadt nicht möglich ist. Dazu kommen vielerorts Überstunden ohne Vergütung oder Freizeitausgleich und ausbildungsfremde Tätigkeiten. Auch die Frage der Übernahme und die anschließenden Verdienstmöglichkeiten bestimmen wesentlich die Attraktivität eines Ausbildungsplatzes für junge Menschen. Viele Branchen, die über Bewerbermangel klagen, müssen hier nachbessern.“ 

Lob gibt es von Uwe Grund für die Reform des Übergangs von der Schule in den Beruf: „Diese Reform haben wir von Beginn an unterstützt. Dadurch verbessern sich die Chancen von Jugendlichen mit schlechteren Startchancen deutlich. Die enge Verzahnung der Angebote mit ausbildenden Betrieben und der angestrebte Übergang in eine betriebliche duale Ausbildung sind wichtige Maßnahmen. Mit dem Modell „Dual Plus“ und der Einführung der Berufsoberschule wird die Durchlässigkeit von der dualen Ausbildung in die Hochschule deutlich erhöht.“

Olaf Schwede, Sprecher der DGB Jugend Hamburg, ergänzt: „Mit der Gründung der Jugendberufsagentur will der Senat etwas dagegen unternehmen, dass zu viele Jugendliche durch das Ausbildungs-Raster fallen. Wie dieses Ziel erreicht wird, ist allerdings noch völlig offen. Hier erwarten wir möglichst bald konkrete Konzepte.“


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