Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 29.06.2004

Öffentliche Vorlesungen der Hochschule für Wirtschaft und Politik am 2. Juli auf dem Gänsemarkt

DGB Hamburg: Die HWP muss bleiben!
Der Kampf um die Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) geht weiter. Am Freitag, 2. Juli 04, veranstaltet der ASTA der HWP in der Zeit zwischen 10 und 17 Uhr öffentliche Vorlesungen auf dem Gänsemarkt, um der Öffentlichkeit einen Einblick zu geben in das durchdachte Bildungssystem der HWP. Auch die DGB Jugend beteiligt sich an dieser Aktion.
Erhard Pumm, Vorsitzender des DGB Hamburg unterstützt den Kampf um die HWP: „Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften stehen nachdrücklich hinter der Forderung nach dem Erhalt der Eigenständigkeit dieser Hochschule. Die HWP hat über viele Jahre Bildungs- und Berufsbiografien ermöglicht, die Lernen und Arbeiten miteinander verknüpfen, Berufserfahrung integrieren und neue berufliche Chancen auch denjenigen eröffnen, die bereits länger im Berufsleben stehen. Sie hat damit Potenziale an Kompetenzen, Wissen und Motivation erschlossen, die sonst der Gesellschaft verloren gingen. Die HWP ist im Kern eine Weiterbildungsuniversität; mit dieser Orientierung ist sie in Deutschland nach wie vor die einzige Einrichtung dieser Art. Sie ermöglicht vielen die zweite Chance in Bildung und Beruf. Deshalb war und ist die HWP eine Bildungsinstitution, die immer auch von den Gewerkschaften mitgetragen und unterstützt wurde. Die wirtschafts-, rechts- und sozialwissenschaftlichen Studiengänge der HWP schließen an bereits im Beruf erworbene Kompetenzen an. Durch die breite, praxisnahe und interdisziplinäre Orientierung im ersten und die spezifischere Ausbildung im zweiten Studienabschnitt entspricht das Studium an der HWP der Bachelor-Master-Struktur, wie sie europaweit im Zuge des Bologna-Prozesses einzuführen ist. Damit ist die HWP eine moderne und unverzichtbare Hochschule. Und davon kann sich jeder am 2. Juli auf dem Gänsemarkt einen Eindruck verschaffen.“
Manuel Aßner, Student an der HWP und Mitorganisator der öffentlichen Vorlesungen: „Wir nutzen diese Möglichkeit jetzt zum zweiten Mal, um für eine bessere Bildungspolitik zu werben. Die HWP ist derzeit die einzige Universität ihrer Art in der Bundesrepublik und steht vor der Fusionierung mit der Universität Hamburg. Die Bedenken vieler Professoren, Angestellter und Studenten beziehen sich nicht auf den möglichen Verlust von Arbeitsplätzen, sondern sie befürchten den Verlust eines bewährten und allseits gelobten Bildungssystems, das als Vorbild für andere stehen sollte. Gerade in der jetzigen Bildungsdiskussion widerspricht das Handeln des Hamburger Senats der bildungspolitischen Aussage der CDU auf Bundes- und Landesebene.“
Astrid Helzel, Studentin an der HWP: „Wir hoffen, am 02.07. auch Senatsvertreter bei unseren Vorlesungen begrüßen zu können. Die HWP steht seit ihrer Existenz für das kritische Hinterfragen von Zusammenhängen in Wirtschaft und Gesellschaft. Im Zusammenhang mit der Fusion der beiden Universitäten würden wir dem Senat gerne helfen, die Tatsachen richtig zu beleuchten und zu bewerten.“

Weitere Infos unter: www.asta-hwp.de

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