Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 07.01.2009

DGB-Vorsitzender sieht Zeichen guten Arbeitgeber-Willens


Den vergleichweise geringen Dezember-Anstieg der Arbeitslosigkeit in Hamburg wertet DGB-Vorsitzender Erhard Pumm auch als ein Zeichen guten Willens der Unternehmen und Betriebe. „Es gibt Anzeichen dafür, dass auf Seiten der Arbeitgeber die Kündigung nicht mehr so selbstverständlich als Problemlösung gesehen und praktiziert wird wie vor der Finanzkrise“, sagte Pumm. „Dass Verantwortungsbewusstsein kein leeres Wort, sondern eine notwendige Bedingung für stabilen wirtschaftlichen Erfolg ist, mussten auch die hartnäckigsten Gewinnmaximierer lernen. Wie nachhaltig dieser Lernerfolg wirkt, ist eine offene Frage.“
Er stimme dem Präses der Hamburger Handelskammer Frank Horch zu, dass es auch im wohlverstandenen eigenen Interesse der Unternehmen liege, ihre Belegschaften so weit wie möglich zu halten. „Ich unterstütze den Aufruf des Handelskammer-Präses an die Hamburger Arbeitgeber, Beschäftigung zu erhalten und alle Möglichkeiten dafür flexibel zu nutzen“, betonte Pumm. Wo die wirtschaftliche Vertretbarkeit unternehmerischer Entscheidungen anfange und wo sie aufhöre, lasse sich nicht mit dem Rechenschieber bestimmen. Die Gewinnmarchen, die in der jüngeren Vergangenheit z.B. von der Deutschen Bank als wirtschaftlich definiert worden waren, seien die reine Raffgier gewesen, sagte Pumm.
Kurzarbeit sei ein sinnvolles Instrument, um Beschäftigungsabbau zu verhindern. „Ich erwarte jedoch, dass Vorstände und Geschäftsführer die selben finanziellen Einschränkungen für sich beschließen, die sie ihren Beschäftigten verordnen müssen.“

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