Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 01/24 - 10.01.2024

Deutscher Gewerkschaftsbund Hamburg (DGB) fordert: Mindestlohn dringend erhöhen!

DGB Hamburg fordert dringend eine Erhöhung des Mindestlohns, denn die derzeitige Situation zwingt viele Arbeitnehmer*innen dazu, mit einem Einkommen zu leben, das nicht ausreicht, um ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken. Der DGB Hamburg fordert daher eine signifikante Erhöhung des Mindestlohns, um die wirtschaftliche Ungleichheit zu verringern und die soziale Gerechtigkeit zu stärken.

„Die aktuelle Bürgergeld-Debatte lenkt von dem eigentlichen Missstand ab: Der wahre Skandal ist, dass Erwerbstätige aufstocken müssen, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Diese Zustände bekämpfen wir nur mit einem deutlichen Lohnzuwachs, einem ernstzunehmenden Mindestlohn und durch die Stärkung der Tarifbindung. So können wir ein Leben deutlich über dem Existenzminimum absichern“, sagt Tanja Chawla, Vorsitzende des DGB Hamburg.

Die DGB-Vorsitzende sieht die Arbeitgeber in der Verantwortung, diese Missstände zu beseitigen: „Schon vor der Einführung des Mindestlohns war das Gejammer der Unternehmen groß. Der Mindestlohn, so die Mär, würde Arbeitsplätze vernichten. Heute wissen wir: Das Gegenteil ist der Fall. Der Bedarf nach Arbeitskräften ist so groß wie nie. Außerdem gilt: Gerade dann, wenn die Konjunktur schwächelt, muss die Kaufkraft niedriger und mittlerer Einkommen gestärkt werden, denn das stärkt den Konsum und damit die Wirtschaftsleistung unseres Landes.“

Sollte es in der Mindestlohnkommission keine Einigung über eine zügige Erhöhung des Mindestlohns geben, müsse der Gesetzgeber tätig werden. „Hamburg ist schon einmal mit der Einführung des Landesmindestlohns als gutes Beispiel vorangegangen und sollte erwägen, dies erneut zu tun. Schon jetzt sind 20,4 Prozent der Hamburger*innen von Armut gefährdet – Tendenz seit Jahren steigend. Wer die soziale Spaltung in Kauf nimmt, gefährdet den gesellschaftlichen Frieden in der Stadt und gibt rechtspopulistischen Kräften Auftrieb“, so Chawla.


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