Deutscher Gewerkschaftsbund

01.03.2019
Gemeinsame Presseerklärung der DEHOGA und der NGG Hamburg/Elmshorn

Allgemeinverbindlichkeit für das Hotel- und Gaststättengewerbe Hamburg?

NGG

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Gemeinsame Presseerklärung der DEHOGA und der NGG Hamburg/Elmshorn

Der DEHOGA Hamburg (Hotel- und Gaststättenverband) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich in der zweiten Verhandlungsrunde am 28. Februar 2019 auf einen Tarifabschluss für die rund 65.000 Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe Hamburg geeinigt.

Ab dem 1. April 2019 erhöhen sich die Entgelte um durchschnittlich 4,5 %. Die Vergütungsgruppe 3 für Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im ersten Berufsjahr und ungelernte Beschäftigte ab dem sechsten Berufsjahr entfällt. Diese werden zukünftig nach der vierten Vergütungsgruppe bezahlt, was einer Erhöhung um 7,8 % gleichkommt. Das Ergebnis werten beide Seiten als einen wichtigen Schritt hin zu einer Stärkung der Einkommen der Fachkräfte. Die Ausbildungsvergütungen steigen im ersten Ausbildungsjahr um 30 Euro auf dann 740 Euro und im zweiten und dritten Ausbildungsjahr um 50 Euro auf 850 bzw. 950 Euro brutto. Der neue Lohn- und Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2020.

Beide Seiten haben zusätzlich vereinbart, Gespräche über einen neuen Manteltarifvertrag aufzunehmen, der ggf. zukünftig auch für die Auszubildenden gelten könnte.

Außerdem sollen Gespräche über die weitere Einkommensentwicklung in der Branche ab 2020 sowie die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags frühzeitig aufgenommen werden, mit dem Ziel dem Fachkräftemangel im Gastgewerbe weiter entgegenzuwirken.


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Tarifbindung stärken - Tarifflucht stoppen!

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