Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 30.01.2001

DGB Hamburg: Mit Job-Rotation Weiterbildung forcieren und Arbeitsplätze schaffen

Hamburgs DGB-Vorsitzender Erhard Pumm setzt sich dafür ein, dass in anderen EU-Ländern erfolgreich praktizierte Modell der Job-Rotation auch in Hamburg stärker zu praktizieren. Job-Rotation, so Pumm, so eine "echte Gewinnerstrategie" für Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen. Die Arbeitnehmer, die für eine bestimmte Zeit ihren Arbeitsplatz verlassen und sich weiterbilden, verbessern damit ihre berufliche Perspektive und die Wettbewerbschancen des Betriebes. Aber auch Arbeitslose, die während der Zeit der Qualifizierung als sogenannte Stellvertreter den vorübergehend frei gewordenen Arbeitsplatz besetzen, verbessern ihre Qualifikation und haben damit auch gute Chancen auf einen neuen Job. Die Qualifizierungseinrichtung Zebra e.V. hat z.B. mit dem Bekleidungsunternehmen BOCO ein Job-Rotationsprojekt durchgeführt. Dabei wurden von Zebra dreimonatige Qualifikationsmaßnahmen für insgesamt 39 ausschließlich weibliche Beschäftigte der Firma durchgeführt. Während der Fortbildungszeit wurden die für diesen Zeitraum vakanten Stellen von Zielgruppenbeschäftigten der Hamburger Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft und des Beschäftigungsträgers einfal GmbH besetzt. Die Zielgruppenbeschäftigten wurden vor ihrer Stellvertretertätigkeit vorqualifiziert. Im Anschluss an diese Maßnahmen wurden sechs "Stellvertreterinnen" von der Firma fest übernommen. Ein gutes Beispiel, das Schule machen sollte. Das arbeitsmarktpolitische Instrument der Job-Rotation wurde im Bündnis für Arbeit auf Bundesebene, aber auch in der Hamburger Initiative für Arbeit und Ausbildung des Ersten Bürgermeisters vereinbart. Der DGB Hamburg regt an, auf diesem eingeschrittenen Pfad nun zügig voranzugehen und im nächsten Schritt Geschäftsführungen und Betriebsräte über die Möglichkeiten dieses Arbeitsmarktinstrumentes zu informieren.
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