Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 03.05.2005

Zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Am 8. Mai jährt sich das Kriegsende in Europa zum 60. Mal. Die alliierten Streitkräfte beendeten die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten. Nach sechs Jahren Krieg und über 60 Millionen Toten bedeutete der 8. Mai 1945 das Ende der verbrecherischen Gewaltherrschaft Deutschlands über fast ganz Europa und das Ende des Massenmordes an den europäischen Juden. Auch die Verfolgung und die Ermordung von zahlreichen anderen Opfern endeten an diesem Tag.
Nur wenn die Erinnerung an das Leid der Kriegsjahre und an die Opfer der Gewaltherrschaft wach gehalten wird, bleibt bewusst, wie wichtig und zukunftsweisend Freiheit, Demokratie und Menschenrechte für alle sind.
Für Millionen von Menschen war der 8. Mai ein Tag der Hoffnung und Zuversicht. Ihre Hoffnung ist aufgegangen in einem zusammenwachsenden, friedlichen Europa und einem demokratischen, vereinigten Deutschland.
Für viele Menschen war mit dem 8. Mai das Leiden noch nicht beendet: Das Unrecht der Vertreibung und das Leid der Flüchtlinge waren Folgen des von Deutschland begonnenen Krieges, und erst mit dem Fall der Mauer und der friedlichen Wiedervereinigung wurden Freiheit und Demokratie in ganz Deutschland Realität. Die Erinnerung an den 8. Mai 1945 schärft den Blick auf das Heute und ist Auftrag und Verpflichtung zugleich.
Erhard Pumm, Vorsitzender des DGB Hamburg:
„In Hamburg endete die Schreckensherrschaft am 3. Mai 1945.
Es gleicht einem Allgemeinplatz zu sagen, dass sich diese Katastrophe der Nazidiktatur nie mehr wiederholen darf, dass alle – auch die Gewerkschaften - aus den Ereignissen immer wieder Lehren ziehen müssen. Doch dieses Erinnern ist wichtig. Sehr viele Kolleginnen und Kollegen in den Hamburger Gewerkschaften haben sich in den Nachkriegsjahrzehnten dieser Aufgabe gestellt. Die Erfolge sind unübersehbar.
Die gewerkschaftspolitische Bildungsarbeit wurde massiv ausgebaut und die Demokratisierung bis in die Betriebe hinein durchgesetzt. Durch zahlreiche Begegnungen der Gewerkschaften in Ost und West wurden vielen Hamburger Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern noch weitere grausame Facetten der Faschisten-Verbrechen deutlich. Um so schlimmer, dass der Hamburger Senat im nächsten Jahr den Etat der politischen Weiterbildung von 1,5 Mio. auf eine Million zusammen streichen will. Um ein Drittel!
Sehr viele Kolleginnen und Kollegen der Hamburger Gewerkschaften übernahmen in den vergangenen Jahrzehnten politische Verantwortung im Betrieb, in der Gewerkschaft, in Parteien.
Wir haben uns geschworen: Nie wieder Faschismus ! Nie wieder Krieg ! Deshalb unterstützt der DGB Hamburg den ,Hamburger Aufruf‘ zum Tag der Demokratie am 8. Mai in Berlin. Gedenken wir am 8. Mai gemeinsam aller Opfer und begehen wir diesen Tag gemeinsam mit denen, die Widerstand gegen das Naziregime geleistet haben, und denen, die uns als Alliierte von der NS-Diktatur befreit haben!“
Es fahren Sonderbusse zum Tag der Demokratie am 8. Mai 2005 von Hamburg-ZOB nach Berlin (Hin- und Rückfahrt). Busfahrkarten für 20,-- Euro gibt es nur per Vorverkauf ! über den "Hamburger Aufruf" per Internet unter www.hamburger-aufruf.de
Informationen zum Tag für Demokratie im Internet unter www.tagfuerdemokratie.de

DGB-Jugend-Veranstaltungen rund um den 8. Mai
Donnerstag, 5.5.05 um 19.00 Uhr
Themen der Rechten – Themen der Mitte
mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Leiter der Abteilung für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln, Rechtsextremismusforscher
im Movimento, Besenbinderhof 57a, Nähe ZOB, Hamburg
Eintritt frei
Traditionelle Themen der rechten Kreise finden ihren Weg immer mehr in die Mitte der Gesellschaft. Christoph Butterwegge wird dies anhand der aktuellen Diskussionen um Globalisierung und Bevölkerungsentwicklung aufzeigen.
Freitag, 6.5.05, Einlass 19:00, Beginn 20:30 Uhr
schöner leben ohne nazis – live-Konzert gegen Rechts
mit
Die Grätenkinder – Schnarrrock aus Braunschweig www.graetenkinder.de
Die Schnitter – Alternativ Folkrock aus Kassel www.dieschnitter.de
im Movimento, Besenbinderhof 57a, Nähe ZOB, Hamburg
Eintritt frei

weitere Infos zu den Veranstaltungen der DGB-Jugend:
www.dgb-jugend-hamburg.de, jugend.nord@dgb.de
Iris Gietzelt: Tel.: 2858- 256


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