Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 33/18 - 04.12.2018

Unser Masterplan für das Handwerk: Höhere Tarifbindung

Anlässlich der Fortschreibung des Masterplan Handwerk 2020 sagt Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger: „Wer im Handwerk Fachkräfte gewinnen will, muss besser bezahlen und für gute Arbeitsbedingungen sorgen. Das ist die Grundlage für Attraktivität, auch für Fachkräfte aus dem Ausland. Reihenweise haben sich Handwerksfirmen in den vergangenen Jahren der Tarifbindung entzogen. Sie liegt inzwischen nur noch bei 30 Prozent. Die Folge: Niedrigere Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen. Kein Wunder, dass zwei Drittel der Auszubildenden im Laufe ihres Lebens das Handwerk wieder verlassen, um in anderen Branchen zu arbeiten. Klar wird das auch, wenn man sich die Lohndifferenz zwischen Handwerk und Nicht-Handwerk anschaut: Sie liegt bei rund 20 Prozent. Hier sollten Handwerkskammer und Wirtschaftsbehörde ansetzen und wieder für mehr Tarifverträge werben. Nur so lassen sich nachhaltig bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen herstellen – und Fachkräfte gewinnen.“

Hintergrund:

- Laut der Boeckler-Studie „Lohnstrukturen im Handwerk“ aus diesem Jahr liegt die Lohndifferenz zwischen Handwerk und Nicht-Handwerk bundesweit bei rund  20 Prozent

- Dieselbe Studie verweist auf die geringe Tarifbindung im Handwerk von rund 30 Prozent

- In der Studie „Situations‐ und Potenzialanalyse Handwerk in Hamburg“ aus dem Jahr 2017 heißt es: „Im Laufe ihres Berufslebens verlassen die ausgebildeten Gesellen zu fast zwei Dritteln das Handwerk. Einiges spricht dafür, dass der Anteil in Hamburg eher höher als in anderen Bundesländern liegt.“


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