Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 09.05.2005

Studiengebühren: Senat darf familienfeindliche Politik nicht fortsetzen!

Die Aktionen gegen Studiengebühren und den Abbau der Mitbestimmung an den Hochschulen gehen weiter: Morgen treffen sich die Studierenden der Uni Hamburg erneut zu einer Vollversammlung. Der DGB Hamburg unterstützt die Proteste.
Die Gewerkschaften lehnen die von Senator Dräger geplanten Studiengebühren ab. „Damit wird der Zugang zur Hochschulbildung für junge Leuten aus sozial schwächeren Schichten noch weiter erschwert“, sagt Hamburgs DGB-Vorsitzender Erhard Pumm. „500 Euro pro Semester zusätzlich zu den Lebenshaltungskosten sind viel Geld. Viele Schulabgänger, deren Eltern sie nicht unterstützen können, werden deshalb vor einem Studium zurückschrecken. Denn auch ein Akademiker kann sich schon lange nicht mehr darauf verlassen, nach dem Studium eine gut bezahlte Stelle zu ergattern, um seine Uni-Schulden abzutragen.“
Bereits jetzt müssen rund 80 Prozent der Studierenden arbeiten, um über die Runden zu kommen. Das ergab eine Erhebung des Studentenwerks Hamburg. „Wenn sie gezwungen sind, noch mehr zu jobben, werden sie nicht in der Regelstudienzeit fertig und ihr Studium verteuert sich weiter“, so Erhard Pumm. In Hamburg gibt es zudem überdurchschnittlich viele Leute, die neben ihrem Studium Kinder zu versorgen haben – gerade sie würde die Einführung von Studiengebühren hart treffen.
Wenn der Hamburger CDU-Senat an der Einführung von Studiengebühren festhalte, sei das ein weiterer Beleg für seine familien- und jugendfeindliche Politik, so Hamburgs DGB-Vorsitzender. Höhere Gebühren für die KITAs, Gebühren für die Vorschule, die Abschaffung der Lernmittelfreiheit, Schulgeld fürs Schulschwimmen und nun Studiengebühren. Eltern und Kinder seien damit einmal mehr die Leidtragenden der Senatspolitik.


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