Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 23.05.2007

DGB unterstützt Protest: Soziale und ökologische Interessen brauchen eine Stimme

Der DGB Hamburg unterstützt den Aufruf zur internationalen Großdemonstration „Eine andere Welt ist möglich“ am 2. Juni in Rostock anlässlich des G8-Gipfeltreffens in Heiligendamm. Die sozialen und ökologischen Interessen der Menschen brauchen eine unüberhörbare Stimme“, betonte der Hamburger DGB-Vorsitzende Erhard Pumm am Mittwoch. Friedlicher Protest sei dringend geboten, weil die G8-Politik sonst vorrangig die Reichen und Mächtigen bediene.
Die Gewerkschaftsbewegung verstehe sich als Teil des außerparlamentarischen gewaltfreien Protestes. „Zugleich sprechen und verhandeln wir direkt mit Regierungen und Parteien, um sie auf die mangelnde Steuerung und die Fehlentwicklungen der Globalisierung hinzuweisen und Alternativen aufzuzeigen.“ Die Gewinne der Globalisierung müssten alle zu Gute kommen, nicht nur wenigen.
Der Hamburger DGB-Vorsitzende warnte auch mit Blick auf die am Pfingst-Wochenende in der Hansestadt bevorstehenden Demonstrationen vor einem „politischen Klima der Vorverurteilungen, in dem jede Seite der anderen alles zutraut“. Fingerspitzengefühl und Deeskalation auf Seiten der Behörden seien ebenso wichtig wie Gewaltfreiheit und Verantwortungsbewusstsein auf Seiten der Demonstranten. Die Weltöffentlichkeit werde auf Hamburg, Rostock und Heiligendamm blicken. Gewaltbereite Protestierer müssten wissen, dass sie vor allem die politische Glaubwürdigkeit der vielen Tausend nationalen und internationalen Demonstranten beschädigen.
Zugleich wandte sich Pumm dagegen, dass die politischen Parteien der Hansestadt in einer Art vorgezogenem Wahlkampf die angespannte Situation zu instrumentalisieren versuchen. Statt sich wechselseitig als die besseren Ordnungshüter aufzuspielen, sollten alle demokratischen Parteien gemeinsame Verantwortung dafür übernehmen, dass beides realisiert werden kann: Sicherheit und Protest.
Zu der Rostocker Großdemonstration stehen für Gewerkschaftsmitglieder und Interessenten Busse zur Verfügung, die am 2. Juni um 7 Uhr am Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60, abfahren. Karten gibt es nur bei den Einzelgewerkschaften. Der Teilnehmerbeitrag liegt bei 8 Euro für Mitglieder, für Nichtmitglieder 15 Euro.

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