Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 30.06.2006

DGB Hamburg zur Schulstudie KESS 7


Symptomatisch für die CDU-Bildungspolitik:
Bereits in der Schule beginnt die soziale Selektion
Die Schulstudie Kess 7 offenbart es einmal mehr: Unter der CDU-Bildungspolitik haben es vor allem Kinder geringerer sozialer Herkunft und aus Migrantenfamilien und schwer, einen guten Bildungsabschluss zu erlangen, kritisiert der DGB Hamburg.
„Die CDU legt den Grundstein für die ungleiche Verteilung von Bildungschancen bereits bei den Kleinsten: Wer KITA-Gruppen vergrößert, Kindern von Arbeitslosen den Zugang zu KITAS erschwert, fragwürdige Sprachförderungskonzepte verfolgt, zahlreiche neue Gebühren im Bereich Bildung einführt, 30 Grundschüler/innen in eine Klasse pfercht und schließlich am gegliederten Schulsystem mit früher Selektion festhält, nimmt die soziale Ungerechtigkeit nicht nur in Kauf, sondern fördert sie noch“, sagt Erhard Pumm, Vorsitzender des DGB Hamburg.
„Eltern, die es sich leisten können, kaufen Bildung privat dazu oder geben ihr Kind gleich in eine Privatschule. Kinder, die zwar klug sind, aber auf einer Hauptschule gelandet sind, haben kaum eine Chance auf einen ,Aufstieg’, weil die Durchlässigkeit des Schulsystems nicht gegeben ist. Und wer sich aus kleinen Verhältnissen doch noch bis zum Abi durchgebissen hat, schreckt womöglich vor einem Studium zurück, weil er künftig Eintritt an der Uni zahlen muss.“
Die CDU ,sorge’ mit ihrer Politik dafür, dass die Bildungschancen von Kindern aus reichen und armen Familien zunehmend auseinander klaffen, so Hamburgs DGB-Vorsitzender. „Um dem drohenden Fachkräftemangel und weiter steigender Arbeitslosigkeit vorzubeugen brauchen wir mehr gut ausgebildete Menschen – es ist höchste Zeit für eine Kehrtwende in der Bildungspolitik!“

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