Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 14.09.2004

DGB-Jugend: Bezirksjugendkonferenz lehnt Hamburger Ausbildungskonsens ab

Am 11. und 12.09.2004 fand in Neumünster die 2. Bezirksjugendkonferenz der DGB-Jugend Nord (Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) statt.
Mehr als 60 Gewerkschaftsjugendliche diskutierten zahlreiche politische Fragen wie die Verkürzung der Arbeitszeit, die Einführung von Mindestlöhnen und Probleme in der Ausbildung und an den beruflichen Schulen. In der Berufbildungspolitik bezog die Konferenz Position für die Einführung einer Ausbildungsumlage und forderte die Umsetzung des im Grundgesetz verankerten Rechts auf die Freiheit der Berufswahl. Der Hamburger Ausbildungskonsens wurde in einem Beschluss scharf kritisiert:
„Der Hamburger Senat setzt mit seiner Berufsbildungspolitik einseitig die Interessen der Funktionäre in den Arbeitgeberkammern um. Der sogenannte ,Hamburger Ausbildungskonsens` dient einzig und allein der Legitimierung einer gegen die Hamburger Jugend gerichteten Berufsbildungspolitik. Die Verknüpfung unverbindlicher Ausbildungsplatz-Zusagen mit der politischen Festlegung auf eine arbeitgeberdominierte Trägerschaft der beruflichen Schulen, die Einführung von Schmalspurausbildungen und die Einschränkung des Berufsschulunterrichts ist im höchsten Maße unseriös. Die DGB-Jugend Nord lehnt diese Politik vehement ab."
Dazu der Sprecher der DGB-Jugend Hamburg, Olaf Schwede: „Die Hamburger Berufsbildungspolitik wird auch in anderen Bundesländern aufmerksam verfolgt. Insbesondere in Schleswig-Holstein werden nach einem eventuellen Wahlsieg der CDU ähnliche Entwicklungen wie in Hamburg befürchtet."


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