Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 07.07.2004

DGB-Jugend: Ausbildungsplatzlücke wächst weiter

Die Situation auf dem Hamburger Ausbildungsmarkt hat sich nach Angaben der Agentur für Arbeit im Juni weiter verschärft. Im Vergleich zum Mai 2004 blieb die Anzahl der unvermittelten Hamburger Bewerber im Juni 2004 mit 3029 nahezu konstant, während die Anzahl der noch offenen Stellen gleichzeitig von 2113 auf 1888 sank.
Dazu Olaf Schwede, Sprecher der DGB-Jugend Hamburg: „Damit fehlen zur Zeit in Hamburg mindestens noch 1141 Ausbildungsplätze. Im Vormonat Mai 2004 lag die Lücke zwischen unbesetzten Stellen und unvermittelten Bewerbern noch bei 912 Ausbildungsplätzen. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt damit weiterhin schwierig.“
Die Zahl der in Hamburg gemeldeten Ausbildungsplätze stieg im Vergleich zum Juni des Vorjahres zwar um 130 Ausbildungsplätze auf 8596 Ausbildungsplätze an. Es sind jedoch nur 48 Ausbildungsplätze zusätzlich in den Betrieben entstanden, die restlichen 82 sind staatlich finanzierte außerbetriebliche Ausbildungsplätze. 2003 wurden von der damaligen Bundesanstalt für Arbeit allein in Hamburg 16 Millionen Euro in außerbetriebliche Ausbildung investiert. Schwede dazu: „Die Arbeitgeber werden ihrer Ausbildungsverantwortung weiterhin nicht gerecht. In Hamburg bilden nur noch 16% aller Unternehmen aus. Mit immer mehr außerbetrieblicher Ausbildung und vollzeitschulischen Maßnahmen setzt sich die Verstaatlichung des Berufsbildungssystems weiter fort.“
Kein Verständnis zeigt die DGB-Jugend für die Äußerungen des Direktors der Agentur für Arbeit Hamburg, Rolf Steil. Dieser geht von 700 fehlenden Ausbildungsplätzen aus, die er mit Hilfe des gerade zwischen Arbeitgebern und Senat abgeschlossenen Hamburger Ausbildungskonsens abdecken möchte. 480 neue – nicht zusätzliche – Ausbildungsplätze und 400 Praktika sollen, so Rolf Steil, das Ausbildungsproblem lösen. Schwede: „Ziel der Agentur für Arbeit sollte es sein, jedem Jugendlichen einen richtigen betrieblichen Ausbildungsplatz anzubieten und sie nicht mit staatlich finanzierten Praktika auf bessere Zeiten zu vertrösten.“

Für Rückfragen:
Olaf Schwede 0170/4877573

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