Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 23.02.2005

Einseitige Berufsschulreform die Schülerinnen stehen im Abseits

Vollversammlungen an Hamburger Beruflichen Schulen
am Donnerstag, 24. Februar 05
Da braut sich `was zusammen: „Die geplante Umstrukturierung der Beruflichen Schulen Hamburgs lässt die Wogen hoch schlagen“, sagt Olaf Schwede, Sprecher der DGB-Jugend. „Die Reform wird das Hauptthema sein auf den Schülervollversammlungen, die am Donnerstag-Vormittag an mehreren Berufsschulen stattfinden werden. Es ist möglich, dass sich die Schüler zu spontanen Protestaktionen zusammenschließen werden.“
Hinter verschlossenen Türen wird zur Zeit an den Details der Berufsschulreform gebastelt. Schüler/innen-Interessen fallen dabei unter den Tisch. „Denn das Ziel dieser Reform des konservativen Senats ist nicht die Qualitäts-Verbesserung der beruflichen Bildung. Es soll vor allem den Arbeitgebern über das geplante Hamburger Institut für Berufsbildung (HIB) mehr Einfluss auf die Inhalte der schulischen Bildung im dualen System eingeräumt werden“, konstatiert Olaf Schwede. „Aus Sicht der Schüler/innen hat sich mit dem Landesinstitut im Vergleich zur Stiftung wenig geändert.“
Die wesentlichen Kritikpunkte:
- In die neuen Überlegungen ist nicht ein Reformvorschlag von Seiten der Schüler/innen aufgenommen worden,
- die Rechte der Schülervertretungen werden beschnitten. Im Bereich der dualen Ausbildung soll künftig nur noch ein/e Teilzeitschüler/in die Interessen von teilweise über 2000 Schüler/innen im Schulvorstand vertreten,
- der Einfluss der Arbeitgeber auf Bildungsgänge und Lehrpläne ist zu groß. Damit verbunden ist die Gefahr einer einseitigen Ausrichtung der dualen Ausbildung an den Vorstellungen der Arbeitgeber. Es droht ein weiterer Abbau allgemeinbildender Unterrichtsinhalte,
- die Arbeitgeber bekommen Einfluss auf die Verteilung der Mittel an die Schulen. Dadurch könnten Schulen mit vorwiegend vollzeitschulischen Bildungsgängen benachteiligt werden, da Arbeitgeber vor allem Interesse an Schulen mit dualen Bildungsgängen haben.
Schwede: „Die DGB Jugend erwartet von Senat und Bürgerschaft deutliche Nachbesserungen an den vorgelegten Strukturplänen und eine inhaltliche Debatte über den Bildungsauftrag der beruflichen Schulen.“
Ansprechpartner für weitere Informationen:
Olaf Schwede, mobil: 0170 - 4877573


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