Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 01.09.2009

Ausbildungsmarkt: Bewerber verschwinden spurlos

Zu Beginn des Ausbildungsjahres herrscht auf dem Hamburger Ausbildungsmarkt nach Auffassung des DGB eine unklare Bewerbersituation. Insbesondere die offizielle Zahl der Bewerber in der heute veröffentlichten Statistik der Bundesagentur für Arbeit werfe Fragen auf: Nur 1.936 der offiziell anerkannten 6.046 Bewerber stammen demnach aus dem aktuellen Schulabgängerjahrgang. Vor dem Hintergrund, dass in diesem Jahr 17.100 Hamburger Schüler die Schule verlassen, sagt Olaf Schwede, Sprecher der DGB-Jugend Hamburg: „Wenn in der offiziellen Statistik nur jeder zehnte Hamburger Schulabgänger als Bewerber erfasst wird, dann liegt der Verdacht nahe, dass die Bewerberzahlen einseitig geschönt werden, um die Ausbildungsstatistik angesichts sinkender Ausbildungszahlen noch gut aussehen zu lassen.“
Gleichzeitig weise die Statistik einen Rückgang bei den gemeldeten Bewerbern um 23,7% im Vergleich zum Vorjahr aus. Dieser Rückgang sei vor dem Hintergrund gleichbleibender Schulabgangszahlen nicht erklärbar. Im Vergleich zum August 2007 seien die Zahlen sogar um ein Drittel zurückgegangen.
Die DGB-Jugend erwarte angesichts dieser Datenlage eine Aussage der Arbeitsagentur zu der Frage, wie viele Jugendliche sich im laufenden Vermittlungsjahr an die Arbeitsagentur gewandt haben, um eine Ausbildungsstelle zu erhalten. Schwede: „Eine aus Beiträgen der Arbeitnehmer finanzierte Arbeitsagentur muss hier zu klaren Aussagen in der Lage sein. Die Arbeitnehmer haben einen Anspruch darauf zu erfahren, ob ihren Kindern eine angemessene Vermittlungsleistung angeboten wird.“

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