Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 34/19 - 21.11.2019

„Hamburg-Aufschlag“ für ältere Grundsicherungsempfänger

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger fordert umfangreiche Maßnahmen zur Unterstützung von älteren Menschen. Speziell für die, die von Altersarmut betroffen sind: „Eine senior/-innengerechte Stadt zeichnet sich dadurch aus, dass eine umfassende Teilhabe von älteren Menschen am gesellschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Leben gewährleistet ist. Doch immer mehr Ältere müssen mit Grundsicherung über die Runden kommen und können sich unsere Stadt nicht mehr leisten.“

Anlässlich einer Podiumsdiskussion mit den seniorenpolitischen Sprecher/-innen der Hamburger Bürgerschaftsparteien heute im Gewerkschaftshaus stellt der DGB Hamburg fünf Forderungen in den Vordergrund:

- einen „Hamburg-Aufschlag“ für ältere Menschen, die von Grundsicherung leben und besonders unter den hohen Lebenshaltungskosten in der Stadt leiden. So ein Modell gibt es bereits in München

- mehr bezahlbaren Wohnraum, der alters- und alternsgerecht ausgebaut wird

- Altersgerechte öffentliche Verkehrsmittel und ein preiswertes Senior/-innen-Ticket. In den vergangenen Jahren war das Senior*innen-Ticket überproportional von Preiserhöhungen betroffen. Der Preis für das Senior/-innen-Ticket sollte daher um mindestens 20 Euro gesenkt werden

- eine personell und finanziell ausreichende Ausstattung der quartiersnahen Seniorentreffs und Senioreneinrichtungen

- Die Ausdehnung der aufsuchenden Senior/-innen-Arbeit auch auf unter 80-jährige, denn die Einsamkeit durch Altersarmut beginnt nicht erst ab diesem Alter. Zudem muss diese Arbeit als qualifizierte Sozialarbeit gesehen werden und den Kriterien von Guter Arbeit entsprechen.

 

Karger: „Altersarmut hat seine Ursache auch in prekären Arbeitsverhältnissen und Tarifflucht durch die Arbeitgeber. Wer diese Armut in Zukunft bekämpfen will, muss heute für Gute Arbeit und faire Löhne sorgen.“


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