Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 04.12.2006

DGB Senioren Hamburg zur HVV-Fahrpreis-Politik: Alte nicht gegen Junge ausspielen

Mit Kritik reagieren die DGB Senioren Hamburg auf die jüngste Ankündigung der Fahrpreiserhöhung des HVV besonders für CC- und Seniorenkarten und fordern mehr Gerechtigkeit in der Fahrpreisstruktur.
Johannes Müllner, langjähriger ehemaliger Erster Bevollmächtigter der IG Metall Hamburg und heute Vorsitzender der DGB Senioren: „Immerhin hat der Senat endlich begriffen, dass Familien in jeder Hinsicht gefördert werden müssen, auch über günstige Fahrpreise. Doch eine Fahrpreispolitik, bei der die Generationen gegeneinander ausgespielt werden, ist inakzeptabel.“
Die DGB-Senioren fordern deshalb alle Parteien in der Bürgerschaft nachdrücklich auf, die angekündigte Fahrpreisstruktur zu stoppen und einen gerechten Finanzierungsvorschlag zu erarbeiten.
„Es dürfen nicht erneut Bevölkerungsgruppen zusätzlich zur Kasse gebeten werden, die seit Jahren überproportional belastet werden oder über besonders geringe Mittel für ihren Lebensunterhalt verfügen“, so Johannes Müllner. „Diese Fahrpreisstruktur trifft besonders Rentner sowie Langzeitarbeitslose – unter ihnen viele Ältere - denen schon vor Jahren das Sozialticket genommen wurde.“
Die Absenkung des Lebensstandards bei der Rentnergeneration scheine inzwischen die bequemste Methode für Finanzierungsumschichtungen zu sein. Viele Jahre lang hätten die Rentnerinnen und Rentner die Rotstift-Politik und damit Kaufkraftkürzungen murrend hingenommen: Etliche Renten-Nullrunden, die 50prozentige Rentenbesteuerung, den Wegfall des Zuschusses zur Kranken- und Pflegeversicherung, Steuererhöhung bei den Betriebsrenten. Und nun drohe auch noch das Rentenkürzungsprogramm durch die Rente mit 67.
„Aber auch mit den ,Alten’ darf man nicht alles machen, nur weil sie keine wirkungsvolle Lobby haben und nicht streiken können“, so der DGB-Senioren-Vorsitzende. „Wir werden immer mehr, und die Gesellschaft lebt auch von den ehrenamtlichen Leistungen Älterer.“


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