Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 06.03.2007

Neuer Bundesausbildungspakt: Ohne Wert für Hamburg

Die Verlängerung des Bundesausbildungspaktes bleibt aus der Sicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes für Hamburg ohne Konsequenzen. Die erhöhten Zielzahlen neuer Ausbildungsplätze für Hamburg sind nach Darstellung der DGB-Jugend schon in 2006 weit übertroffen worden – ohne dass das Ausbildungsproblem deshalb gelöst worden wäre.
Olaf Schwede, Sprecher der DGB-Jugend Hamburg: „Nach wie vor befinden sich in Hamburg ca. 10.000 Jugendliche in den Warteschleifen der beruflichen Schulen und warten auf eine Chance auf dem Ausbildungsmarkt. Diese Jugendlichen haben einen Anspruch auf konkrete Maßnahmen und brauchen keine Nebelkerzen wie diesen Bundesausbildungspakt.“
Die DGB-Jugend Hamburg bekräftigt angesichts der schwierigen Lage ihre Forderung nach einer Kammerumlage auf Landesebene. Schwede: „Wenn der Bund versagt, muss das Land politisch handeln. Daran werden sich die Hamburger Parteien messen lassen müssen.“
Im Rahmen des Bundesausbildungspaktes sollen in Zukunft jährlich statt bisher 30.000 neuen Ausbildungsplätzen bundesweit 60.000 geschaffen werden. Für Hamburg bedeutet dies eine Erhöhung von 700 auf 1.400. Schwede: „2006 sind allein 1.832 neue Ausbildungsplätze in Hamburg geschaffen worden. ,Neue Ausbildungsplätze` heißt jedoch nicht ,zusätzliche Ausbildungsplätze`. Neue Plätze entstehen allein schon in großer Zahl durch die normale Fluktuation unter den Ausbildungsbetrieben. Über eine verbindliche Steigerung des Angebotes ist damit wieder einmal keine Vereinbarung getroffen worden.“
Auch die sogenannten Einstiegsqualifikationen lösen nach Schwedes Worten das Problem nicht, sie vertagen es häufig nur: „Es handelt sich dabei um Praktika, die von der Bundesagentur für Arbeit, also von Beitrags- und Steuerzahlern finanziert werden. Wer danach nicht vermittelt wird, hat eine
Warteschleife mehr gedreht.“

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