Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 01.08.2006

Dauer-Depression für Langzeitarbeitslose

97 418 registrierte Arbeitslose in Hamburg - Quote mit 11,1 Prozent weiter über bundesweitem Durchschnitt von 10, 5 Prozent

Mittlerweile sind 41 Prozent aller Hamburger registrierten Erwerbslosen länger als ein Jahr ohne Arbeit, ohne dass dem Senat erfolgreiche Konzepte eingefallen wären, der Langzeitarbeitslosigkeit etwas entgegen zu setzen, kritisiert der DGB Hamburg.
„In Hamburg leben 145 244 erwerbsfähige ALG II-Empfänger, und fast 12 Prozent der Hamburger Bevölkerung sind auf SGB II-Leistungen angewiesen“, sagt Erhard Pumm, Vorsitzender des DGB Hamburg. „Dass der Senat vor diesem Hintergrund von 8 738 neu geschaffenen sozialversicherungspflichtigen Stellen schwärmt, muss den betroffenen Langzeitarbeitslosen wie Hohn vorkommen.“
Zudem wisse jeder, dass offene Stellen, überwiegend mit „marktnahen Kunden“ und Bewerbern von außerhalb besetzt werden, den ALG II-Empfängern also sehr selten zu Gute kommen.
„Im Hinblick auf die von Senator Uldall im Zusammenhang mit dem Hartz IV-Fortentwicklungsgesetz angekündigten Qualifikationsmaßnahmen und Job-Angeboten darf man gespannt sein, ob sich dahinter Perspektivreicheres als Bewerbertrainings und Ein-Euro-Jobs verbergen“, so Erhard Pumm. Ein Blick in die Tabelle der genutzten arbeitsmarktpolitischen Instrumente zeige, dass etwa der Eingliederungszuschuss für Ältere so gut wie überhaupt nicht zur Anwendung kommt. „Hier gilt es, bei den Betrieben Aufklärungsarbeit zu leisten und das Instrument aktiv zu bewerben.“

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