Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 08.11.2006

"Brauchen wir einen Mindestlohn?"

Öffentliche Diskussionsveranstaltung des DGB Ortsverband Harburg
und des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) Harburg
22. November 2006, 18.00 bis 20.00 Uhr
Stellwerk - Fernbahnhof Harburg
Hannoversche Straße 85
Hamburg - Harburg (Eingang oberhalb der Treppen zu den Gleisen 3/4 )
mit
Wolf-Rüdiger Felsch; (Ver.di-Ressort 1 – Grundsatzpolitik)
Björn Kranefuß; (Pastor und Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt Hamburg KDA)
Thomas Sander; (Oberinnungsmeister der Bau-Innung, Handwerkskammer Hamburg)
Nach Einführung und Podiumsdiskussion der Referenten wird auch das Publikum Gelegenheit für Nachfragen und zur Diskussion haben.
Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.

Der DGB fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro pro Stunde:
„Dort, wo keine Tarife durchgesetzt werden können, mit denen die Menschen ihr Auskommen haben, muss es eine untere Reißleine gegen Armutslöhne geben“, sagt Thomas Bredow, Vorsitzender des DGB Harburg. „Die Ausdehnung des Entsendegesetzes am Bau auch auf Gebäudereiniger ist ein guter Schritt. Es stellt gleiche Bedingungen bei in- und ausländischen Dienstleistern her. Aber was ist mit den Wachleuten, den Zeitarbeitnehmern, den vielen Beschäftigten, die von Löhnen um die fünf Euro eher darben als leben? Wir brauchen ein generelles Auffangnetz für alle, die nicht durch Tarifverträge oder Entsendegesetz geschützt sind: den gesetzlichen Mindestlohn.“
Björn Kranefuß, Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt: „Als evangelische Kirche nehmen wir mit Besorgnis wahr, dass Menschen in bestimmten Berufen ein Einkommen erhalten, das so niedrig ist, dass man davon kaum leben kann.“ Der KDA setzt sich deshalb für tarifliche Einigungen, branchenbezogene Lösungen sowie die Ausweitung von vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten ein. Um existenzsichernde Löhne zu vereinbaren, sieht er dabei besonders die Arbeitgeber in der Pflicht. Die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohnes durch den Staat ist für den KDA, ein letztes Mittel, um ein Mindestmaß an Fairneß und Gerechtigkeit im Niedriglohnbereich zu ermöglichen.
Rückfragen an: tbredow@web.de

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Felix Hoffmann (Foto:Peter Bisping)

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