Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 07.05.2006

Alarmierende Ausbildungszahlen für April 06

DGB Jugend Hamburg:
Noch weniger betriebliche Ausbildungsplätze als im Vorjahr
Obwohl die Schulabgängerzahlen steigen, gibt es in Hamburg immer weniger Ausbildungsplätze, kritisiert die DGB Jugend Hamburg und fordert Hamburger Unternehmen auf, ihrer Ausbildungsverantwortung nachzukommen.
Im vierten Jahr in Folge sind in Hamburg die gemeldeten
Berufsausbildungsstellen im Monat April gesunken: von 7 442 im Jahr 2005 auf nur noch 6 932 in diesem Jahr. Das entspricht einem Rückgang von fast sieben Prozent.
Auffällig ist dabei insbesondere der Rückgang der betrieblichen
Ausbildungsstellen um 587 (minus 8 Prozent). Die außerbetrieblich angebotenen Ausbildungsstellen legten um 77 auf 186 Ausbildungsstellen zu.
Olaf Schwede, Vorsitzender der DGB-Jugend Hamburg: „Das ist ein Alarmzeichen. Bis zum Beginn des Ausbildungsjahres im August müssen noch deutliche Anstrengungen unternommen werden, um die Lehrstellen-Lücke zu schließen. Angesichts der boomenden Hamburger Wirtschaft sollte es für die Unternehmen selbstverständlich sein, Jugendlichen eine Berufsperspektive zu geben, damit in die Zukunft zu investieren und dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen. Wer heute ausbildet, hat morgen keine Nachwuchssorgen, sondern gut integrierte Mitarbeiter, die sich im Betrieb auskennen.“
Wie bereits im letzten Jahr lässt sich auch jetzt wieder der Trend beobachten, dass immer mehr Jugendliche nicht mehr als Bewerber anerkannt werden und somit gar nicht erst in die Statistik gelangen: Die Zahl der bei der Agentur für Arbeit zur Berufsausbildung registrierten ratsuchenden Personen nahm zwar um drei Prozent zu (auf 20.412), die gemeldeten Bewerber jedoch um acht Prozent ab (von 6693 auf 6102 gemeldete und anerkannte Bewerber). Dabei wurde bereits im Vorjahr heftig gesiebt - entgegen des Bundestrends akzeptierte die Agentur für Arbeit in Hamburg schon vor einem Jahr deutlich weniger Jugendliche als Bewerber.
„Hier ist die Agentur für Arbeit in der Verantwortung, Jugendlichen nicht mit Methoden des Aussortierens den Weg ins Berufsleben zu verbauen, um die Statistik zu schönen, so Olaf Schwede.

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