Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 26.01.2005

Studiengebühren verschlechtern Zugang zu Hochschulbildung weiter

DGB Jugend Hamburg enttäuscht über Bundesverfassungsgerichtsurteil
Die DGB-Jugend ist enttäuscht darüber, dass das Verfassungsgericht das bundesweite Verbot von Studiengebühren gekippt hat; auch Hamburg hatte auf diese Entscheidung gedrängt.
Die Gewerkschaften lehnen Studiengebühren, die Senator Dräger einführen will, ab. „Damit würden die Zugangs-Chancen von jungen Leuten aus einfacheren Verhältnissen noch weiter erschwert“, sagt Olaf Schwede, Sprecher der DGB-Jugend. „500 Euro pro Semester zusätzlich zu den Lebenshaltungskosten sind viel Geld. Viele Schulabgänger, deren Eltern sie nicht unterstützen können, werden deshalb vor einem Studium zurückschrecken. Und gleichzeitig reden alle davon, wie dringend wir gut qualifizierte Arbeitnehmer brauchen. Das passt nicht zusammen.“
Bereits jetzt gibt es in Hamburg überdurchschnittlich viele Studierende, die arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen. Das ergab die jüngste Erhebung des Studentenwerks Hamburg. „Wenn sie gezwungen sind, noch mehr zu jobben, werden sie nicht in der Regelstudienzeit fertig und ihr Studium verteuert sich weiter“, so Olaf Schwede. In Hamburg gibt es auch besonders viele Leute, die neben ihrem Studium Kinder zu versorgen haben – „auch sie würde die Einführung von Studiengebühren hart treffen. Wir appellieren daher dringend an Senator Dräger, seinen Plan fallen zu lassen und auf die Einführung von Studiengebühren zu unterlassen. Schließlich hat das Bundesverfassungsgericht lediglich die Möglichkeit dazu eröffnet, die politische Verantwortung für diese Frage trägt nun der Senat.“

Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Kontakt Pressestelle

Felix Hoffmann

Felix Hoffmann (Foto:Peter Bisping)

Pressearbeit

Felix Hoffmann

Tel: 040/60 77 66 112
Fax: 040/60 77 66 141
Mobil: 0175/72 22 415

Pressefoto Katja Karger

 

 

Katja Karger

Katja Karger (Foto: Peter Bisping)