Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 02.05.2004

Veranstaltungen zum Tag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 1945

DGB Hamburg: Es ist eine Verpflichtung, immer wieder an diesen Tag zu erinnern
Mit einer Reihe von Veranstaltungen wird auch in diesem Jahr an den Tag der Befreiung am 8. Mai 1945 erinnert. „Es ist wichtig, dass wir auch 59 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs das Gedenken an den Tag der Befreiung vom Faschismus aufrecht erhalten“, sagt Erhard Pumm, Vorsitzender des DGB Hamburg. „Auch die Gewerkschaften und ihre Mitglieder waren Opfer des Naziregimes, in Hamburg wurden viele Gewerkschafter verhaftet und inhaftiert, das Gewerkschaftshaus gestürmt und zu großen Teilen zerstört. Als Hamburg am 3. Mai 1945, einige Tage vor der offiziellen Befreiung am 8. Mai, kapitulierte, war die Erleichterung unendlich groß.“
Schon kurz nach der Kapitulation Hamburgs bemühten sich ehemalige Vertreter der Arbeiterbewegung, ihre Organisationen neu zu gründen. Während Parteien vorerst nicht erlaubt waren, bestanden von der britischen Militärregierung jedoch keine Einwände gegen den Aufbau einer unpolitischen Gewerkschaft. Und so fand bereits am 11. Mai 1945 die Gründungssitzung der „Sozialistischen Freien Gewerkschaft“ (SFG) unter dem Vorsitz Adolph Schönfelders (der frühere sozialdemokratische Polizeisenator) im Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof statt. Als Einheitsgewerkschaft sollte sie allen Arbeiter/innen, Angestellten und Freiberuflichen offen stehen. Der erste Programmentwurf wurde dem britischen Militärvertreter am 16. Mai überbracht. Nach einigen Differenzen mit der Militärregierung über die politischen Ziele und die Organisationsstruktur traten an die Stelle der SFG 12 Industriegewerkschaften und ein Angestelltenverband, die zum 1. Juli 1945 ihre Arbeit aufnahmen.
Veranstaltungen zum Tag der Befreiung vom Faschismus
Freitag, 7. Mai 2004, 19 Uhr - Vortrag HWP, Campus,
C. Butterwegge (Politik-Wissenschaftler an der Uni Köln) zu den
Themen der Rechten – Themen der Mitte
C. Butterwegge leitet die Abteilung für Politikwissenschaft an der Uni Köln und hat zahlreiche Bücher zum Thema „Faschismustheorien, Rechtsextremismus und Migration“ veröffentlicht. Er wird zur Wechselwirkung rechter bzw. rechtsextremer Strömungen und den Diskursen der „Mitte“ referieren. Dabei wendet sich Butterwegge gegen die Konstruktion des Rechtsextremismus als Randphänomen – im doppelten Wortsinn als Problem marginalisierter Gruppen einerseits und als politische Marginalie andererseits. Er vertritt die These, dass es eine zunehmende Überlappung zwischen Themen der Rechten und denen der Mitte gibt.
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Sonnabend, 8. Mai 2004, 19 Uhr – Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der DGB -Jugend,
Movimento, Besenbinderhof 57 a, 20097 Hamburg, jugend.nord@dgb.de
Impulsreferat von Hannes Heer: „Vom Verschwinden der Täter“
Hannes Heer war der Leiter der ersten Wehrmachtsausstellung (95-99) und ist Autor des Buches „Vom Verschwinden der Täter - Der Vernichtungskrieg fand statt, aber keiner war dabei“. Heer analysiert, wie die Frage nach der Mitverantwortung der deutschen Soldaten an den NS-Verbrechen privat und öffentlich ausgeblendet wird.
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Sonntag, 09. Mai 04, 11 Uhr –
Gedenkkundgebung „Erinnern an die Vergangenheit ist Verpflichtung für die Gegenwart“,
am Ehrenmal der Opfer des Faschismus von 1933 bis 1945 auf dem Ohlsdorfer Friedhof beim Krematorium.
Redner: Udo Spengler, VVN-BdA, musikalischer Rahmen: Chor der Hamburger GewerkschafterInnen, anschließend Kranzniederlegung am Ehrenhain der Widerstandskämpfer.

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