Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 9/18 - 16.03.2018

Equal Pay Day: Frauen arbeiten 77 Tage umsonst

Frauen arbeiten in diesem Jahr 77 Tage umsonst, also bis zum 18. März (21 Prozent von 365 Tagen). Dieses Datum markiert den offiziellen Equal Pay Day 2018 für Deutschland. Er zeigt den Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern symbolisch auf.

Katja Karger, Vorsitzende DGB Hamburg: „Sogenannte `Frauenberufe´ werden immer noch schlechter bezahlt. Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit- und Minijobs, sie unterbrechen ihre Arbeit, weil sie Kinder zur Welt bringen oder Angehörige pflegen und gelangen seltener in Führungspositionen. Politisch ist immer noch viel zu tun. Zu begrüßen ist, dass die Hamburger Politik uns jetzt gefolgt ist und nach unserem FrauenDatenReport 2016 nun einen eigenen herausbringt. Daraus müssen dann auch die notwendigen politischen Konsequenzen gezogen werden.“  

Der DGB Hamburg fordert:

Das Entgelttransparenzgesetz muss zu einem Lohngerechtigkeitsgesetz weiterentwickelt werden, das seinen Namen auch verdient. Hohe Hürden müssen abgebaut und Lohnunterschiede offensiv angegangen werden. 

Die Weiterentwicklung des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen.

Die Umwandlung von Minijobs in voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, damit die Beschäftigten sozial abgesichert arbeiten und ihren Anspruch auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und vieles andere mehr durchsetzen können.


Der DGB macht sich seit langem für ein Recht auf befristete Teilzeitarbeit stark. So soll verhindert werden, dass Frauen, die aufgrund von Familienpflichten ihre Arbeitszeit reduzieren, dauerhaft in der Teilzeitfalle landen. Der Koalitionsvertrag sieht einen solchen Anspruch vor – allerdings nicht in Betrieben mit weniger als 45 Beschäftigten. „Hier sehen wir noch deutlichen Nachbesserungsbedarf. Einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit sollten alle Frauen und Männer unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten ihres Arbeitgebers erhalten“, erklärt Katja Karger.


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